Internationale Energie- und Klimapolitik

Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit zusammendenken

Der Klimawandel gehört zu den größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Er bedroht weltweit nicht nur die natürlichen Lebensgrundlagen, sondern auch die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in vielen Ländern sowie grundlegende Menschenrechte wie das Recht auf Nahrung, Wasser, Gesundheit oder angemessenes Wohnen. Gerade die Länder des Globalen Südens, die am wenigsten zu den CO2-Emissionen beitragen, sind von den negativen Auswirkungen des Klimawandels besonders betroffen – aufgrund ihrer geographischen Lage, mangelnder Infrastruktur, unzureichender Anpassungskapazitäten, Armut und schwacher Institutionen.

Das Klimaabkommen von Paris und die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung machen deutlich, dass bis Mitte des Jahrhunderts Treibhausgasneutralität erreicht werden muss, um die schädliche Erderwärmung zu begrenzen. Dafür bedarf es einer globalen Energietransformation weg von fossilen, emissionsintensiven, hin zu nachhaltigen, erneuerbaren Energiequellen. Dieser Strukturwandel muss sozial inklusiv und gerecht gestaltet werden.

Wir unterstützen solch eine sozial-ökologische Transformation. Unsere Partner aus Politik, Gewerkschaft und Zivilgesellschaft bestärken wir darin, dass Gerechtigkeit und Solidarität auch in der internationalen Energie- und Klimapolitik wichtige Handlungsprinzipien sind. Im Vordergrund steht für uns, dass Stimmen aus dem Globalen Süden in den Debatten über nachhaltige Wirtschaftsformen, die Gestaltung globaler Energietransformationswege, Klimagerechtigkeit und eine gerechte Weiterentwicklung der internationalen Klimapolitik gehört und berücksichtigt werden.

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Gerecht, solidarisch und demokratisch:

Auf FES Sustainability bloggen und diskutieren wir über Nachhaltigkeit und begleiten internationale Großveranstaltungen wie die Klimakonferenzen der UN.

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Unsere Schwerpunkte

Eröffnungsmarsch des Weltsozialforums 2016. Bild: FES
Bild: Eröffnungsmarsch des Weltsozialforums 2016 von A. Geiger lizenziert unter FES

Internationale Klimapolitik gerecht gestalten

Das Pariser Klimaabkommen sieht vor, dass die globale Erderwärmung auf unter zwei Grad begrenzt werden muss. Dazu sind massive Anstrengungen aller Staaten notwendig.

Wir setzen uns dafür ein, dass die internationale Klimapolitik auf der Basis der Menschenrechte gerecht und inklusiv gestaltet wird. Dazu engagieren wir uns im Umfeld von Klimaverhandlungen etwa durch Veranstaltungen und, indem wir unseren Partner aus Zivilgesellschaft und Gewerkschaften aus aller Welt eine Teilnahme ermöglichen. So wollen wir beitragen zur klima- und energiepolitischen Weiterbildung, zur gegenseitigen Vernetzung und zur Allianzenbildung. Auch Fragen von klimabedingter Migration und Flucht thematisieren wir in unseren Programmen.

Globale Energietransformation

Wir setzen uns für eine nachhaltige globale Energietransformation ein und unterstützen den Übergang zu kohlenstoffarmen Energiequellen. Besonders wichtig ist dabei für uns, gerechte Übergänge (just transition) für Arbeiter_innen in den fossilen Industrien zu schaffen. Weltweit wollen wir einen Beitrag zur Beendigung von Energiearmut, zur Verbesserung von Energieeffizienz und zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Energie leisten, wie z.B. mit unseren Projekten zu „Low Carbon Development Pathways“ und zu den Voraussetzungen einer globalen Energiewende.

Postwachstum und ein gutes Leben für alle

Die akuten Klima-, Umwelt-, Wirtschafts- und Gerechtigkeitskrisen machen deutlich, dass ein Wirtschaften im alten Stil, das heißt auf der Basis der Ausbeutung endlicher Ressourcen, nicht weiter möglich ist. Wir setzen uns deshalb für den Aufbau nachhaltiger, d.h. emissionsarmer, ressourcenschonender und sozial inklusiver Wirtschaftssysteme ein. Zusammen mit unseren Partnern diskutieren wir Alternativen zum herkömmlichen Wirtschafts- und Entwicklungsmodell und fragen nach den Bedingungen für ein gutes Leben für alle Menschen.

Aktuelle Beiträge

10.11.2016 | Globale Politik, Fluchtursachen, Klima und Nachhaltigkeit | Veranstaltung, Rückblicke

Die FES bei der Klimakonferenz COP 22 in Marakkesh

Die Klimakonferenz verdeutlichte: Die Anstrengungen im internationalen Klimaschutz müssen weiter verstärkt werden. Manuela Mattheß bilanziert im IPG-Journal.


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02.09.2016 | Wirtschaft von Morgen, Klima und Nachhaltigkeit, Entwicklungspolitik | Rückblicke

Skills for System Change – Mehr Klimagerechtigkeit und ein gutes Leben für alle!

Zum zweiten Mal bot die DeGrowth-Sommerschule im Rheinland alternative Diskussionsräume für Fragen nach Klimawandel und Gerechtigkeit. Auch FES-Partner_innen aus dem Globalen Süden waren mit dabei.


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17.08.2016 | Wirtschaft von Morgen, Klima und Nachhaltigkeit, Entwicklungspolitik | Rückblicke

Erste Welt- statt Weltsozial-Forum?

Vom 9. bis zum 14. August fand in Montréal das 15. Weltsozialforum statt. Die restriktive kanadische Visa-Politik verhinderte die Teilnahme vieler Globalisierungskritiker_innen aus dem Globalen Süden....


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25.07.2016 | Klima und Nachhaltigkeit, Entwicklungspolitik, Globale Politik | Publikation, News

Umsetzung der Agenda 2030: Zivilgesellschaft verschafft sich Gehör

Mit der Agenda 2030 hat die Staatengemeinschaft Großes versprochen. Aber lässt sie auch Taten folgen? Die "Reflection Group on the 2030 Agenda" berichtet kritisch.


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Publikationen zum Thema

Nuevos enfoques para el desarrollo productivo

estado, sustentabilidad y política industrial
Mexiko

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Remes, Roberto

La neutralidad en la movilidad

Roberto Remes. - México, DF : Fundación Friedrich Ebert en méxico, Noviembre 2016. - 8 Seiten = 270 KB, PDF-File. - (Perspectivas
Mexiko

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Delgado Peralta, Martha

Enseñanzas del sistema ecobici para la implementación de sistemas de bicicleta pública en México

Martha Delgado Peralta. - México, DF : Fundación Friedrich Ebert en méxico, Octubre, 2016. - 9 Seiten = 540 KB, PDF-File. - (Perspectivas
Mexiko

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