Globale Friedens- und Sicherheitspolitik

Dauerhafter Frieden und demokratischer Sicherheitssektor

Derzeit erleben wir, dass Großmachtrivalitäten und nationalstaatliche Egoismen wieder erstarken, dass langanhaltende (innerstaatliche) Konflikte zunehmen und transnationale organisierte Kriminalität und Terrorismus sich ausbreiten. Unsicherheit, Krieg und Gewalt verursachen nicht nur menschliches Leid und Menschrechtsverletzungen. Sie verhindern auch wirtschaftlichen Fortschritt und Entwicklung und zerstören gesellschaftliches Vertrauen. Menschliche Sicherheit und Frieden müssen daher auf Recht und Gerechtigkeit beruhen, wenn sie von Dauer sein sollen.

Vor diesem Hintergrund setzen wir uns dafür ein, dass außen- und sicherheitspolitisches Handeln völkerrechtlich reguliert wird und verbindliche multilaterale Regime der Rüstungskontrolle und kollektiven Sicherheit entstehen und befolgt werden. Hierbei stellen für uns die Vereinten Nationen - bei all ihrem Reformbedarf - den unverzichtbaren völkerrechtlichen Anker für eine globale Friedensordnung dar. In New York machen wir uns mit vielen anderen Partnern dafür stark, dass der seit 2005 geltenden Schutzverantwortung endlich Folge geleistet wird. Mit ihr haben sich alle Mitgliedsstaaten dazu verpflichtet, ihre Bürger_innen vor Massenverbrechen zu schützen.

Im Sinne einer präventiven Friedens- und Sicherheitspolitik unterstützen wir den internationalen und nationalen Dialog zwischen politischen Entscheidungsträger_innen, sicherheitspolitischen Akteuren und der Zivilgesellschaft. Hierbei stehen aktuelle Konflikte und gesellschaftliche Transformationsprozesse auf der Agenda, ebenso wie Fragen der Krisenprävention, zivilen Konfliktbearbeitung, Rüstungskontrolle und Abrüstung.

Alle Neuigkeiten zum Thema "Globale Friedens- und Sicherheitspolitik"

Gewaltmonopol 2.0

Gewaltmonopol 2.0

Einschätzungen und Analysen zum Gewaltmonopol im 21. Jahrhundert. weiter

Unsere Schwerpunkte

Bild: Peace sculpture von George Rex lizenziert unter CC BY-SA 2.0

Zivile Krisenprävention und Konfliktbearbeitung

Dass militärischer Mittel nicht ausreichen, um Gewalt, Konflikte oder Kriege zu verhindern oder langfristig zu beenden, ist mittlerweile weltweit anerkannt. Dennoch steht die Weltgemeinschaft scheinbar ratlos vor Konflikten wie denen in Syrien, Afghanistan oder im Irak. In Deutschland versuchen wir daher über verschiedene Kanäle, das Bewusstsein für zivile Konfliktbearbeitung zu stärken. Im zivilgesellschaftlichen Beirat des Ressortskreises „Zivile Krisenprävention“ geben wir Impulse für neue Leitlinien zur Krisenprävention. Als langjähriges Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Frieden und Entwicklung (FriEnt), ein Zusammenschluss von zehn staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen, wollen wir den Stellenwert von ziviler Konfliktbearbeitung für die deutsche Entwicklungs- und Außenpolitik erhöhen und deren konfliktsensible Ausrichtung unterstützen.

Bild: Police Cordon von Evgeniy Isaev lizenziert unter CC BY 2.0

Sicherheit und Demokratie

Akteure und Institutionen des Sicherheitssektors müssen demokratisch legitimiert sein und unabhängig kontrolliert werden, damit sie gesellschaftlich als Garanten von Frieden und Sicherheit akzeptiert werden. Weil sie für mehr Demokratie, menschliche Sicherheit und Prävention statt Repression eintritt, wird die FES in vielen Ländern als neutraler Akteur wahrgenommen. Das ermöglicht es uns, den häufig spannungsgeladenen Prozess, den Sicherheitssektor einer demokratischen Kontrolle zu unterwerfen, mit politischen Dialogangeboten zu begleiten. Wir bieten Akteuren der Zivilgesellschaft, politischen Entscheidungsträger_innen und Vertreter_innen des Sicherheitsapparats geschützte Räume, um gegenseitiges Vertrauen aufzubauen. Darüber hinaus unterstützen wir internationale wie nationale Diskussionen um eine politische Ausrichtung von Sicherheitssektorreformen.

Unsere Arbeit mit und zum Sicherheitssektor wurde im Jahr 2016 evaluiert.

Bild: Reform von Africa Renewal lizenziert unter CC BY-NC-SA 2.0

Abrüstung und Rüstungskontrolle

Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung sind in der Krise. Abrüstung und Konversion stagnieren, es wird wieder aufgerüstet. Die Eskalation bewaffneter Konflikte erinnert schmerzlich daran, dass die Staatengemeinschaft sich wieder intensiver um Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung bemühen muss – sowohl in Hinblick auf Massenvernichtungswaffen als auch auf konventionelle Waffen. Ein Hoffnungsschimmer: Der Waffenhandelskontrollvertrags (ATT) wurde jüngst ratifiziert. Wir unterstützen staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure in ihrem Bemühen, die nächsten wichtigen Schritte im Implementierungsprozess zu unternehmen. Und mit der humanitären Initiative ist auch in die Debatte um nukleare Abrüstung Bewegung gekommen, die nun konstruktiv und unter Einschluss aller relevanten Akteure weitergeführt werden muss.

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Edelgard Bulmahn · Hans-Joachim Giessmann · Bodo Schulze · Anndreas Wittkowsky | Frieden und Sicherheit | Publikation

Frieden fördern, Globalisierung gerecht gestalten

Wir befinden uns an einer Zeitenwende, deren Ausgang offen ist. Deshalb ist es wichtiger denn je, unsere Anstrengungen darauf zu richten, den Frieden zu fördern, Konflikte sowohl im Innern als auch im...


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Montag, 20.03.17 18:30 bis Montag, 20.03.17 20:00 - Berlin | Frieden und Sicherheit, Globale Politik | Veranstaltung, Rückblicke

Rüstungsexporte: Deutschlands und Europas globale Verantwortung

In europäischen Staaten ist unterschiedlich geregelt, wer Geschäfte mit Kriegswaffen wie genehmigt. Als ersten Schritt bedarf es größerer Transparenz.


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05.10.2016 | Frieden und Sicherheit | Veranstaltung, Rückblicke

Disarm! Abrüstungskongress in Berlin

Ende September fand der internationale Kongress "Disarm! For a Climate of Peace - Creating an Action Agenda" statt - die FES war mit zwei Side Events dabei.


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27.09.2016 | Frieden und Sicherheit, Globale Politik | Rückblicke

Gemeinsam für Frieden und Entwicklung

Die Arbeitsgemeinschaft FriEnt feierte ihr 15-jähriges Jubiläum in Berlin und reflektierte die Zukunft der Friedensförderung.


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Political trends & dynamics in Southeast Europe

briefing : #SEESecurityTrends
Sarajevo

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Promover a paz e tornar a globalização mais justa

interna e externamente
São Paulo

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Uruguay en el Consejo de Seguridad de las Naciones Unidas

reflexiones en el marco del primer año de membresía no permanente
Montevideo

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