Landesbüro Mecklenburg-Vorpommern

Kurt-von-Fritz-Preis für Nachwuchswissenschaftler_innen

Nach 10 Jahren pausiert der Kurt-von-Fritz-Preis. Im Jahr 2017 werden keine Arbeiten prämiert. Wir hoffen sehr, dass der Preis im Jahr 2018 in Kooperation mit dem Bildungsministerium wieder vergeben werden kann.

Wir bedanken uns für 10 Jahre zeitintensive, inspirierende, abwechslungsreiche,
unterhaltsame, kluge, exzellente, ehrenamtliche Juryarbeit für den Kurt-von-Fritz-Wissenschaftspreis der Friedrich-Ebert-Stiftung  bei den

Jurymitgliedern sind

  •     Prof. Dr. Sabine Mönch-Kalina, Hochschule Wismar
  •     Prof. Dr. Michael Großheim, Universität Rostock
  •     Prof. Dr. Thomas Stamm-Kuhlmann, Universität Greifswald

und

  • Prof. Dr. Bodo Wiegand-Hoffmeister, Hochschule Wismar, der im letzten Jahr ebenfalls in der Jury mitgewirkt hat

Das war der Kurt-von-Fritz-Preis:

Die Friedrich-Ebert-Stiftung verleiht einmal pro Jahr den Kurt-von-Fritz-Preis für NachwuchswissenschaftlerInnen. Damit werden Arbeiten zum Master-, Bachelor-, Magister- und Staatsexamensabschluss, die in herausragender Weise soziale, ökologische, kulturelle und demokratiebedeutsame Themen aufgreifen, prämiert. Die Vorstellung der von einer Jury ermittelten besten Arbeiten erfolgt im Rahmen einer öffentlichen Preisverleihung.

Unabhängig vom Kurt-von-Fritz-Preis können sich Studierende um ein Stipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung bewerben. Informationen hierzu finden sich bei der Abteilung Studienförderung.

Der Namensgeber: Professor Dr. Kurt von Fritz

Kurt von Fritz

Kurt von Fritz, geboren am 25. August 1900, erhielt bereits mit 33 Jahren eine außerordentliche Professur im Fach Griechisch an der Universität Rostock. Kurt von Fritz war neben dem gebürtigen Schweizer Karl Barth der einzige Professor, der den Diensteid auf Adolf Hitler verweigerte. Ab August 1934 war dieser Eid von Beamten zu leisten. Von Fritz erklärte dazu: „...daß ich den Eid nur unter der Voraussetzung leisten könnte, daß ich von befugter Stelle die bindende Erklärung erhielte, daß aufgrund des Eides nicht von mir verlangt werden könne, irgend etwas zu lehren, was meinen Überzeugungen widerspreche.“ 1935 wurde Kurt von Fritz unfreiwillig in den Ruhestand versetzt. Ein Jahr später emigrierte er in die USA und kehrte 1954 nach Deutschland zurück, wo er zunächst an der Freien Universität Berlin und bis 1968 an der Universität München lehrte.

1975 schreibt er im Rückblick: „Da ich mir von dem Nationalsozialismus und seinem sogenannten ,Führer‘ nichts Gutes versah, versuchte ich von Anfang an, den Anmaßungen des neuen Regimes Widerstand entgegenzusetzen: sowohl in und durch meine Vorlesungen wie auch im amtlichen Verkehr mit dem Ministerium. ... Daß die geistigen Führer der Nation samt und sonders den Eid ohne Widerstand leisteten, nahm dem Rest des Volkes jeden Mut zur Opposition. Am Ende des Jahres 1935 schon fühlten sich die Nationalsozialisten so fest im Sattel, daß sie keinerlei Rücksicht mehr nahmen.“

So wichtig die Autonomie der Wissenschaften als Bollwerk gegen politische Instrumentalisierungen – wie im Nationalsozialismus – war und ist, so wichtig stellt sich auch die Verantwortlichkeit der Wissenschaftler für eine demokratische und soziale Gesellschaftsentwicklung dar.

Diesen Grundsätzen sah sich Kurt von Fritz und diesen Grundsätzen sieht sich der Kurt-von-Fritz-Preis für NachwuchswissenschaftlerInnen verpflichtet.

Die bisherigen Preisträger_innen finden Sie hier

Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro Mecklenburg-Vorpommern

Arsenalstraße 8
(Haus der Kultur)
19053 Schwerin

0385 51 -2596
0385 51 -2595

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