Landesbüro Mecklenburg-Vorpommern

Die Heimat eine Hölle - Über den Krieg in Syrien, die Flucht und das Ankommen in Mecklenburg-Vorpommern

Diese Zusammenführung verschiedener Erfahrungen und Ansichten soll einen Beitrag leisten, Perspektiven

zu öffnen und zum gegenseitigen Verständnis beitragen.

Bild: Foto Mohammad Albayoush

Kein Politikum hat in den vergangenen Jahren solch weitreichende Folgen auf das politische Klima in Deutschland und Europa gehabt wie die Flüchtlingsbewegungen, die wir spätestens seit 2015 erleben. Diese Erfahrung hat unsere Gesellschaft geprägt und wird sie weiter prägen. Wenngleich Mecklenburg- Vorpommern verhältnismäßig wenige Menschen aufgenommen hat, wurde die Debatte in MV nicht weniger angespannt geführt als in anderen Teilen Deutschlands. Es ist eine Debatte über legitime Fluchtgründe, über Aufnahmepraktiken, über Integration, aber auch über Fremdenhass und Diskriminierung. Mohammad Albayoush lebt seit dem Ende seiner Flucht in Schwerin. Er hat den syrischen Bürgerkrieg drei Jahre lang fotografisch dokumentiert und wohnt seit seiner Flucht in Schwerin. Seine bewegenden Bilder und Erfahrungen tragen dieses kleine Heft. Sie bezeugen das Leid der Bevölkerung und zeigen, dass die Menschen aus Syrien nicht nach Deutschland kommen, weil hier die Schokolade besser schmeckt, wie es Maher Fakhouri ausdrückt. Fakhouris Beitrag veranschaulicht die Herausforderungen, vor denen unsere Gesellschaft steht und welche Schritte für eine erfolgreiche,
humanistische Integration nötig sind.
Die Erfahrungen, die Geflüchtete wie Mohammad Albayoush mitbringen, können dabei eine Schlüsselrolle spielen. Die Konfliktforscherin Maren Koß erläutert in ihrem Beitrag, wie es zu dieser katastrophalen Entwicklung in Syrien kommen konnte und wie sie die Aussichten auf eine Befriedung einschätzt. Moha möchte nicht mit vollem Namen genannt werden, denn er hat Angst um seine Familie in Syrien. Seine Erlebnisse in der Hochphase der improvisierten Aufnahme in der Sporthalle eines kleinen Mecklenburger Orts im Herbst 2015 schildert er in seinem Artikel. Birgit Czarschka ist Bürgermeisterin der Gemeinde Bernitt und war verantwortlich für die Aufnahme Geflüchteter. Ihr Beitrag beschreibt ihren Kampf um Akzeptanz und Verständigung im ländlichen
Raum. Diese Zusammenführung verschiedener Erfahrungen und Ansichten soll einen Beitrag leisten, Perspektiven zu öffnen und zum gegenseitigen Verständnis beitragen. Denn nur im Dialog ist auch eine gemeinsame demokratische Zukunft denkbar.

Die Heimat eine Hölle

Über den Krieg in Syrien, die Flucht und das Ankommen in Mecklenburg-Vorpommern
Schwerin

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