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FES /Public History / Projekte / Projekt Gewerkschaftsgeschichte

Gewerkschafter in Lagern

Biografische Datenbank zu Gewerkschaftsfunktionären/innen in Konzentrationslagern 1933-1945

von Prof. Dr. Siegfried Mielke unter Mitarbeit von Marion Goers
In dieser Datenbank sind biografischen Informationen zu Gewerkschaftsfunktionären und Gewerkschaftsfunktionärinnen erfasst, die zwischen 1933 und 1945 von den Nationalsozialisten in Konzentrationslagern inhaftiert wurden. Die Informationen entstammen einer Sammlung von Prof. Dr. Siegfried Mielke, Freie Universität Berlin, Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften, Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft, Arbeitsstelle Nationale und Internationale Gewerkschaftspolitik. Die Datenerfassung erfolgte unter finanziellen Förderung der Hans-Böckler-Stiftung. Die Sammlung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, will aber die bisher bekannten Schicksale einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen und für weitere Forschungen Anhaltspunkte geben. Für jede Person ist die jeweilige Quelle der erfassten Informationen vollständig angegeben und somit auffindbar.
In die Datenbank aufgenommen wurden Personen, die vor der Machtübertragung an die Nationalsozialisten eine ehrenamtliche oder hauptamtliche Funktion in einer Gewerkschaft inne hatten. Ferner wurden Betriebsräte / -innen und Vertrauensmänner / -frauen aufgenommen. Bis auf wenige Ausnahmen handelt es sich fast nur um männliche Funktionäre. Vertreten sind alle Funktionärsebenen, vom Hauptvorstandsvorsitzenden bis zum Obmann / zur Obfrau im Betrieb. Das weitere Auswahlkriterium für die Aufnahme in die Datenbank war die Inhaftierung in einem nationalsozialistischen Konzentrationslager oder einem Ghetto. Nicht aufgenommen wurden Gewerkschafter/innen, die – wenn auch aus politischen Gründen – ausschließlich in anderen Haftanstalten (z. B. Gefängnis, Zuchthaus, Straf- oder Arbeitslager, sog. erweitertes Polizeigefängnis) inhaftiert waren. Hierbei wurden als Konzentrationslager die „frühen“ Lager ab 1933 angesehen und ab Sommer 1936 diejenigen, die unter der Weisung der SS-Behörde „Inspektion der Konzentrationslager“ standen (z. B. galt das Hamburger Konzentrationslager Fuhlsbüttel ab Sommer 1936 offiziell als Polizeigefängnis, wurde im Winter 1944/45 jedoch Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme).
Zu den Personen wurden, soweit vorhanden, Angaben in elf Kategorien erfasst:
- Familien- und Vorname, ggf. Geburts- oder weiterer Name,
- Geburtsdatum,
- Geburtsort,
- Todesdatum,
- Sterbeort (ggf. Name des Konzentrationslagers / sowjetischen Speziallagers, jedoch keine anderen Haftanstalten),
- Parteizugehörigkeit vor 1933 (ohne Zeitangabe, daher auch ohne evtl. Mehrfachmitgliedschaft),
- Konzentrationslager und Jahr der Haft,
- Funktion und Betrieb und / oder Gewerkschaft (zeitgenössischer Name, einheitliche Schreibweise, d. h. in der Regel ohne Bindestrich) sowie öffentliche Ämter und Mandate (aber keine Parteiämter und -funktionen) mit Angaben zu Ort und Zeit, jeweils für die Zeit bis 1933 und ab 1945,
- Hinweis auf ungenaue, unsichere oder abweichende Angaben,
- Quelle.
In unregelmäßigen Abständen wird die Datenbank um weitere Gewerkschafter/innen ergänzt werden.

Berlin, im März 2013
Marion Goers (Diplom-Politologin)

Datenbank 

 

Im Rahmen eines Kooperationsprojekts stellt das Archiv der sozialen Demokratie auf seinen Seiten die biographische Datenbank zur Verfügung.