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Titelschrift:Nachrichten aus dem Archiv

Christoph Stamm

Übernahme des Franz-Neumann-Archivs durch das AdsD

Klaus-Uwe Benneter, 1977
	  © AdsDIm Dezember 2009 schlossen der Franz Neumann Archiv e.V. und das Archiv der sozialen Demokratie der FES einen Vertrag, wonach ein Fonds von 49 größeren und kleineren Beständen im Umfang von ca. 114 lfm. vom Franz-Neumann-Archiv an das AdsD zur dauerhaften Verwahrung übergeben wird. Der Fonds wird im AdsD unter dem Namen „Franz-Neumann-Archiv im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung“ geführt. Zur Erleichterung des Überblicks für die Archivbenutzer werden die Nachlässe, Organisationsbestände und Sammlungen aus dem Franz-Neumann-Archiv in der Bestandsübersicht des AdsD jedoch zusammen mit den anderen Beständen des AdsD innerhalb der jeweils übergeordneten Tektonikgruppe aufgeführt werden, wobei der Hinweis auf die Herkunft aus dem Franz-Neumann-Archiv erhalten bleibt.

 

 

Klaus-Uwe Benneter, 1977
	  © AdsDUnter den Deposita, Vor- und Nachlässen aus dem Franz-Neumann-Archiv sind insbesondere die Bestände von Klaus-Uwe Benneter, Jürgen Egert, Wolfgang Roth und Otto Stammer hervorzuheben. Der Bestand des früheren Juso-Bundesvorsitzenden und späteren SPD-Generalsekretärs Klaus-Uwe Benneter im Umfang von 6,20 lfm. ergänzt einen schon früher vom AdsD direkt übernommenen Teilbestand. Entsprechendes gilt für den Teilnachlass Jürgen Egert im Umfang von 17,60 lfm; auch hier verfügt das AdsD bereits über einen Nachlassteil von 19,20 lfm. Jürgen Egert (1941-1992) war in seiner politischen Karriere u.a. Vorsitzender der Berliner Jungsozialisten, Landesvorsitzender der Berliner SPD, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, Mitglied des Bundestages und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung. Auch der Teilbestand Wolfgang Roth mit 9,80 lfm. rundet einen schon im AdsD vorhandenen Bestand von 66,20 lfm. ab. Wolfgang Roth war u.a. Bundesvorsitzender der Jungsozialisten, stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Bundestag und wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD. Alle drei Genannten haben ihre politische Karriere in Berlin begonnen, und hier liegt auch inhaltlich jeweils der Schwerpunkt der Überlieferung.

Otto Stammer, 1958
	  © AdsDDer Nachlass des Soziologen und Politikwissenschaftlers Otto Stammer (1900-1978), des langjährigen Direktors des Instituts für Politikwissenschaften an der Freien Universität und Mitbegründers des Zentralinstituts für sozialwissenschaftliche Forschung, umfasst 11,80 lfm. Inhaltlich geht es in den Unterlagen um die Hochschullehrertätigkeit Stammers in Leipzig und Berlin, Berliner Hochschulpolitik, Studentenbewegung und SDS; enthalten sind ferner biographische Unterlagen, Vorträge und Veröffentlichungen, Materialsammlungen zu einzelnen Fachfragen und Unterlagen aus Mitgliedschaften in Gremien und Vereinigungen. Zum Nachlass Stammer liegt – im Gegensatz zu den oben genannten Beständen – ein Findbuch vor.

Erwähnt sei ferner, dass auch der Vorsitzende des Franz-Neumann-Archivs e.V., Manfred Rexin, bereits einen Teil seiner Unterlagen in den Archivfonds eingebracht.

Aus dem Bereich der SPD-Landesorganisation Berlin stammen innerhalb des Franz-Neumann-Archivs die Bestände der Jungsozialisten Berlin sowie unterschiedlich große Überlieferungsteile u.a. der Kreisverbände Neukölln, Reinickendorf und Tempelhof. (Bisher waren im AdsD bereits die Akten der Kreisverbände Charlottenburg, Kreuzberg, Spandau, Steglitz und Zehlendorf, der Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus bis 1989 sowie aus dem Osten Berlins die Unterlagen der Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain aus den Jahren 1990-1998 vorhanden.)

Mit dem Franz-Neumann-Archiv erhält das AdsD einen wertvollen Zuwachs an Archivalien zur politischen Geschichte und zur SPD-Parteigeschichte Berlins für die Zeit nach 1945. Allerdings ist das Franz-Neumann-Archiv nicht vollständig an das AdsD übergegangen: Der Nachlass des Namensgebers und früheren Berliner SPD-Vorsitzenden Franz Neumann (1904-1974) sowie die Nachlässe Harry Ristock, Ella Kay und Ilse Reichel-Koß und der Teilnachlass Edith Krappe sind nicht Bestandteil des Vertrages; sie verbleiben in Berlin, wo sie inzwischen im Landesarchiv aufbewahrt werden.