Das Layout dieser Seite wird mit CSS umgesetzt. Wenn Sie diesen Hinweis sehen, kann Ihr Browser CSS nicht darstellen.
Die Seite bleibt trotzdem voll funktionsfähig.
Hier finden Sie einen standard-konformen Browser: www.mozilla.org.
FES / AdsD / Das Historische Stichwort / August / Mauerbau in Berlin

13.08.1961: Mauerbau in Berlin

Willy Brandt während seiner Rede bei Protestkundgebung gegen Mauerbau in Berlin auf dem Rudolph-Wilde-Platz, 16.08.1961Am 13. August 1961, begann die Regierung der DDR mit Billigung der Sowjetunion mit dem Bau einer Mauer, die den Ostsektor Berlins von den Westsektoren absperrte. Damit wurde die unter dem damaligen Viermächtestatus der Stadt vorgesehene und seit 1945 mehr oder weniger funktionierende Freizügigkeit innerhalb Berlins unterbunden und - das war das Hauptziel der Aktion - der Fluchtbewegung aus der DDR das wichtigste Schlupfloch genommen. Die Mauer sollte 28 Jahre Bestand haben.

Äußerungen Willy Brandts zum Mauerbau

Die Mauer steht gegen den Strom der Geschichte

Der Regierende Bürgermeister von Berlin hat in diesen Tagen aus allen Teilen der Bevölkerung unzählige Beweise erhalten, dass es falsch ist zu glauben, die Menschen in der Bundesrepublik würden nicht verstehen, was seit dem Sonntag in Berlin und in der Zone passiert ist.

... Was in Ost-Berlin geschehen ist, das ist der Einmarsch einer Armee in ein Territorium, in dem sie nichts zu suchen hat. Die sogenannte Volksarmee mit ihren Nebenorganisationen hat Ost-Berlin annektiert. Sie hat den Vier-Mächte-Status unter ihren Panzerketten zermahlen.
Willy Brandt Rede vor dem Deutschen Bundestag, Bonn, 18. August 1961

Die Mauer steht gegen den Strom der Geschichte. Sie steht gegen das Gebot der Menschlichkeit. Gegen das in der Charta der Vereinten Nationen verbriefte Recht auf Selbstbestimmung. Gegen die Sicherung des Friedens.
Willy Brandt am 3. Jahrestag des 13. August, Berlin, 12. August 1964

Wenn es auf starke Worte ankäme, dann stünde die Mauer nicht mehr. Dann wären die Trennung Berlins und die Spaltung Deutschlands längst überwunden.
Willy Brandt zum 13. August 1964 im Deutschen Fernsehen, 12. August 1964.

Aus der Erklärung des Präsidiums der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands zum 40. Jahrestag des Mauerbaus am 13. August 1961

Unsere Erinnerung gilt einem Ereignis, das in der deutschen Geschichte ohne Beispiel ist: Die Teilung einer Stadt, eines Volkes und die Aussperrung von Millionen von Menschen von Freiheit, Selbstbestimmung und Demokratie. Im Bau der Mauer in Berlin manifestierte sich die Ohnmacht des DDR-Regimes, Menschen für ihre Ziele zu gewinnen. Das monströse Bauwerk wurde zum grausamen, scheinbar unüberwindlichen Symbol des Kalten Kriegs, das heute als Beispiel für Überwindbarkeit von Unmenschlichkeit Hoffnung verbreiten kann.

Wir gedenken der vielen Opfer der deutschen Teilung in Berlin und an der innerdeutschen Grenze. Teilung und Diktatur haben großes Leid über viele Menschen gebracht - vor allem im Osten Deutschlands, aber auch in Westdeutschland. Wir erinnern an alle, die sich mit der Grenze und der Diktatur nicht abfinden wollten: an die mutigen Oppositionellen und an diejenigen, die die DDR zu verlassen versuchten - vielfach unter Einsatz ihres Lebens.

Mehr zum Mauerbau findet man auf unseren Seiten unter:

Galerien des AdsD