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FES / AdsD / Das Historische Stichwort / März / Georg Ledebour geboren

07.03.1850: Georg Ledebour geboren

Georg Ledebour wurde am 7. März 1850 in Hannover geboren. Als Mitglied der Deutschen Fortschrittspartei zunächst dem gemäßigten Liberalismus nahestehend, trat er nach dem Fall des Sozialistengesetzes 1891 zur SPD über, wo er bald als eine der markantesten Persönlichkeiten der Parteilinken, als leidenschaftlicher Redner und begabter Schriftsteller galt.
Seit 1898 war er Chefredakteur der Sächsischen Arbeiter-Zeitung in Dresden, deren Leitung er zwei Jahre später jedoch an seinen innerparteilichen Rivalen Albert Südekum verlor. Im selben Jahr zog er in den Reichstag ein. 1913 in den Fraktionsvorstand gewählt, gehörte er im August 1914 zum Kern jener innerparteilichen Oppositionsgruppe um Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, die die Bewilligung der Kriegskredite grundsätzlich ablehnte und als „die drei L.’“ firmierte.
1915 legte der überzeugte Pazifist seine Fraktionsämter aus Protest gegen die Politik des Parteivorstandes nieder. 1916/17 gehörte er zum Führungskreis der Sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft bzw. der neu gegründeten USPD. Während der Novemberrevolution amtierte er als Mitglied des Vollzugsrates des Arbeiter- und Soldatenrates, rief im Januar 1919 – wiederum gemeinsam mit Liebknecht und Luxemburg – zum Spartakusaufstand auf und zog 1920 als Vorsitzender der Rumpf-USPD wiederum in den Reichstag ein.
1923 trennte er sich von der zur Bedeutungslosigkeit verdammten USPD, gründete den Sozialistischen Bund und schloss sich 1931 der Sozialistischen Arbeiterpartei an.
1933 emigrierte er in die Schweiz, wo er am 31. März 1947 starb.

Weitere Informationen zu Georg Ledebour finden Sie hier unter Bestände / Nachlässe und Deposita.