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FES / AdsD / Das Historische Stichwort / Mai / Hambacher Fest

27.05.1832-30.05.1832: Das Hambacher Fest

Zug auf das Schloss HambachAm 27. Mai 1832 versammelten sich in der Pfalz etwa 30.000 Menschen zu der wohl eindrucksvollsten Demonstration für Freiheit, Demokratie und nationale Einheit in der damaligen Zeit. Diese Zeit war gekennzeichnet durch politische Willkür, Zensur und soziales Elend. Die wesentliche Ursache für politische Unterdrückung und wirtschaftliche Not erblickte man in der nationalen Zerrissenheit Deutschlands, das damals in 39 Einzelstaaten zerfiel. Schon Anfang Februar hatte sich daher der `Deutsche Preß- und Vaterlandsverein` gegründet, der nach seinem Programm die Wiedergeburt Deutschlands in einem freiheitlichen Europa anstrebte. Mitglieder dieses Vereins gehörten denn auch zu den Organisatoren des Hambacher Festes, das nach einem erbitterten Ringen um die Aufhebung eines am 8. Mai erlassenen Verbots doch noch stattfinden konnte. Zu den Gästen des Festes gehörten polnische Freiheitskämpfer ebenso wie eine Delegation aus Frankreich, die den Deutschen ihre Unterstützung bei der Schaffung eines eigenen Nationalstaates versprachen.

Fragment der deutschen Fahne"Es lebe das freie, das einige Deutschland!
Hoch leben die Polen, der Deutschen Verbündete!
Hoch leben die Franken, der Deutschen Brüder,
die unsere Nationalität und unsere
Selbständigkeit achten!
Hoch lebe jedes Volk, das seine Ketten bricht
und mit uns den Bund der Freiheit schwört!
Vaterland - Volkshoheit - Völkerbund hoch"

Mit diesen Worten beendete Ph.J. Siebenpfeiffer, neben J.G. Wirth einer der Organisatoren des Hambacher Festes, seine Eröffnungsrede.

Philipp Jakob SiebenpfeifferJohann Georg WirthGleich zu Beginn des Festes war die Fahne mit den Farben Schwarz-Rot-Gold auf dem Turm der Schlossruine gehisst worden. Und dem eigentlichen Hambacher Festlied verdanken wir auch eine schöne allegorische Deutung der "Farben der Deutschen":
...
Schwarz sei der Trauer ew'ge Nacht,
Die rings ihn soll umgeben,
Solang' er unter Fürstenmacht
Fortführt sein Sklavenleben.

Rot sei der Farben dunkle Glut,
Die rings er will entzünden.
Auf Thrones Schutt mit edlem Mut
Der Freiheit Reich zu gründen

Gold sei der heil'gen Wahrheit Licht,
Die rings er will verbreiten,
Daß finstrer Mächte Lüge nicht
Mehr hemmt den Gang der Zeiten.

Mehr zum Hambacher Fest findet man im Netz unter:

http://www.hambacher-schloss.de/html/Die_Ausstellung/