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FES / AdsD / Das Historische Stichwort / Dezember / Erhard Eppler geboren

09.12.1926: Erhard Eppler geboren

Erhard Eppler, 1961Erhard Eppler, am 9. Dezember 1926 in Ulm geboren, studierte Germanistik und Geschichte und war acht Jahre lang im Schuldienst tätig.
Sein politisches Engagement begann mit der Ablehnung der Wiederbewaffnung. 1952 war er dann Mitbegründer der Gesamtdeutschen Volkspartei (GVP) Gustav Heinemanns. 1955 verließ er die GVP und trat im Januar 1956 in die SPD in Schwenningen ein. Im Herbst 1961 kam er über die baden-württembergische Landesliste in den Bundestag, dem er bis 1976 angehörte. 1967/68 wurde er außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Außerdem wurde er 1968 auf dem Landesparteitag in Mannheim in den Landesvorstand der SPD gewählt. Von 1973-81 war er Landesvorsitzender der SPD in Baden-Württemberg, danach trat er vom Landes- und Fraktionsvorsitz zurück und engagierte sich stark in der Friedens- und Ökologiebewegung.
Ebenfalls 1968 holte Willy Brandt ihn als Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit ins Kabinett der Großen Koalition. Nachdem Willy Brandt 1974 zurückgetreten war, sah Eppler unter Bundeskanzler Schmidt wenig Spielraum für seine entwicklungspolitischen Anliegen und reichte seinen Rücktritt als Minister ein.
Als Mitglied des Parteivorstands (1970-1991) und des Präsidiums (1973-1982, 1984-1991), Vorsitzender der Grundwertekommission (1977-1991) und stellvertretender Vorsitzender beider Programmkommissionen der SPD (1984-1986) wurde er zu einem der wichtigsten Moderatoren, Nachdenker und Formulierer der SPD im Nachkriegsdeutschland. Unter seiner Federführung entstand das "Irseer Programm", das später - kurz vor dem Fall der Mauer - zum "Berliner Programm" wurde.
1968-1984 war er Mitglied der EKD-Synode und 1977-1983 im Vorstand des Deutschen Evangelischen Kirchentages, 1981-1983 und 1991 als Kirchentagspräsident, seit 1981 gehört er dem Kirchentagspräsidium an.
1978 wurde Eppler Mitglied der neu gegründeten Gustav-Heinemann-Initiative, im Wintersemester 1980/81 war er Gastdozent an der Freien Universität Berlin und seit 1985 gehört er dem PEN-Club an.

Weitere Informationen zu Erhard Eppler finden Sie direkt hier, unter Bestände / Nachlässe und Deposita.