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22.02.1840: August Bebel geboren

Am 22. Februar 1840, wurde August Bebel, der Mitbegründer der deutschen Sozialdemokratie, als Sohn eines preußischen Unteroffiziers in Köln-Deutz geboren. Nach dem frühen Tod der Eltern und einer entbehrungsreichen Jugend lernte Bebel das Drechslerhandwerk. Die Wanderschaft als Geselle führte ihn nach Leipzig, wo er 1861 Mitglied im Gewerblichen Bildungsverein wurde. Auf dem Vereinstag der deutschen Arbeitervereine in Gera 1867 wurde der erst 27-Jährige zum Präsidenten des Verbands Deutscher Arbeitervereine gewählt. 1869 gründete er mit Wilhelm Liebknecht die Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP), die sich 1875 in Gotha mit dem Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV) zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands zusammenschloss. Während der polizeilichen Verfolgung und Unterdrückung der Partei während des „Sozialistengesetzes“ (1878 – 1890) stieg August Bebel als führendes Mitglied der legal gebliebenen SPD-Reichstagsfraktion zu einer der zentralen Persönlichkeiten der deutschen Arbeiterbewegung auf. Mehrfach selbst aus politischen Gründen zu Haftstrafen verurteilt, wurde Bebel in seiner langjährigen Tätigkeit als sozialdemokratischer Reichstagsabgeordneter und (ab 1892) einer der beiden Parteivorsitzenden der SPD zur Symbolfigur im Kampf gegen den preußisch-deutschen Klassenstaat und für die Durchsetzung politischer und sozialer Rechte der Arbeiter. Die Vision einer humanen Gesellschaft der Zukunft und die Gleichberechtigung der Frau standen im Mittelpunkt von Bebels wohl berühmtestem Werk, „Die Frau und der Sozialismus“ (1879), das in zahlreichen Auflagen und Übersetzungen erschien.
August Bebel starb am 13. August 1913 in Passug (Schweiz).

Weitere Informationen zu August Bebel finden Sie hier unter Bestände / Nachlässe und Deposita.