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Claus Arndt

Claus Arndt gestorben

Claus Arndt wurde am 16. April 1927 in Marburg geboren. Nach dem Krieg studierte er Rechtswissenschaft und begann sein politisches Engagement: Seit 1951 war er SPD-Mitglied und seit 1950 Mitglied im Sozialistischen Deutschen Studentenbund, dessen stellvertretender Vorsitzender er von 1952 bis 1955 war. 1959 trat Arndt in den Hamburger Staatsdienst ein. Der damalige Innensenator Helmut Schmidt holte ihn 1962 in die Senatsbehörde für Inneres, wo er bis zum Leiter des Senatorenbüros aufstieg.

Von 1968 bis 1972 und von 1974 bis 1976 gehörte Claus Arndt dem Deutschen Bundestag an und erarbeitete sich – wie sein Vater, der SPD-Abgeordnete Adolf Arndt – rasch einen Ruf als kompetenter Verfassungs- und Rechtsexperte. Zu seinen wichtigsten politischen Leistungen zählen seine Mitwirkung an der Notstandsverfassung (1968) und an den Ostverträgen sowie seine Tätigkeit im parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Spionageaffäre um Günter Guillaume. Darüber hinaus machte sich Arndt für den Schutz von Minderheiten stark und gründete 1962 zusammen mit dem WDR-Journalisten Gerd Ruge die deutsche Sektion von Amnesty International. Nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag betätigte sich Arndt als juristischer Fachautor und wurde 1992 vom Hamburger Senat zum Professor ernannt.

Claus Arndt hat während seiner politischen Tätigkeit immer wieder historisches Verantwortungsbewusstsein und Realismus bewiesen. Sein Wirken zielte darauf, das Zusammenleben der Menschen in Frieden und Freiheit zu schützen oder erst zu ermöglichen. Er habe nicht nur an der Parteigeschichte der SPD mitgeschrieben, so urteilte Altkanzler Helmut Schmidt im Jahr 1987, sondern sich zudem bleibende Verdienste um die deutsche Demokratie erworben. Am 10. Februar 2014 ist Claus Arndt in Hamburg verstorben.

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