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Audiovisuelle Sammlungen

Fotoarchiv Jupp Darchinger im AdsD

Das Fotoarchiv J. H. Darchinger im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung bietet eine hochqualitative Fotosammlung bedeutender Persönlichkeiten und Ereignissen der deutschen Zeitgeschichte. Der Bonner Fotograf Josef Heinrich „Jupp“ Darchinger dokumentierte die Geschichte der Bundesrepublik seit ihren Anfängen. Sein unverkennbarer Stil hat den Fotojournalismus entscheidend geprägt.

Zum Bestand

Am Ende seiner aktiven beruflichen Zeit hat Jupp Darchinger sein fotografisches Werk an die Friedrich-Ebert-Stiftung übergeben. Damit hat das Archiv der sozialen Demokratie Ende 2007 das Fotoarchiv eines der bedeutendsten Fotojournalisten in Deutschland übernommen. Der gesamte Bestand wird als „Fotoarchiv Jupp Darchinger im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung“ geschlossen aufbewahrt, elektronisch verzeichnet und damit für Forschung und Medien zur Verfügung gestellt. Das Archiv umfasst ca. 1,6 Millionen Negative, rund 60.000 Positive und 30.000 Dias. Dazu gehören insbesondere Fotos von Personen der Zeitgeschichte, vor allem aus Politik und Wirtschaft. Berühmt geworden ist Jupp Darchinger als Chronist der bundesdeutschen Politik und als der Fotograf der Bonner Republik. Fast alle bedeutenden politischen Personen und Ereignisse hat er fotografiert: Von Konrad Adenauer über Ludwig Erhard bis zu Willy Brandt, Helmut Schmidt und Helmut Kohl, Parteitage und Gewerkschaftskongresse, Staatsbesuche, internationale Kongresse oder „Spiegel-Gespräche“. Aber auch zahlreiche Aufnahmen von Personen des wirtschaftlichen und kulturellen Lebens gehören zum umfassenden Spektrum der Fotos. Von einer anderen weniger bekannten Seite zeigt sich Jupp Darchinger in seinen Fotografien zum Thema „Wirtschaftswunder“, Farbfotos, die in den Jahren 1952 bis 1967 auf Darchingers Reisen durch die Bundesrepublik Deutschland entstanden sind.

Themenschwerpunkte und Bilder

Digitalisierung und Verzeichnung

Die gesamte Fotosammlung wird kontinuierlich gesichtet, verzeichnet, inhaltlich erschlossen und digitalisiert. Negative, Positive und Dias werden in hoher Qualität digitalisiert, so dass druckfähige Dateien zur Veröffentlichung angeboten werden können. Zusammen mit den formalen und inhaltlichen Bildbeschreibungen werden die Dateien in dem Archivsystem Faust verzeichnet.

Jupp Darchinger – der Fotograf der „Bonner Republik“

Josef Heinrich Darchinger wurde am 6. August 1925 in Bonn geboren. Nach der Volksschule macht er eine Landwirtschaftslehre. 1943 wird er zur Wehrmacht einberufen. Er gerät in amerikanische, später französische Kriegsgefangenschaft; 1947 gelingt ihm die Flucht. Jupp Darchinger beginnt eine Umschulung zum Fotolaboranten und eine überwiegend autodidaktische Ausbildung als Fotograf. 1948 heiratet er Ruth Hofedank, eine erfahrene Fotolaborantin aus Berlin, die ihn kenntnisreich unterstützt.
Seine erste Kamera, eine gebrauchte Leica IIIc kauft Jupp Darchinger von einem Kriegsberichterstatter der Wehrmacht. Ab 1952 ist er als freischaffender Fotojournalist tätig, zunächst vor allem für die SPD, die Friedrich-Ebert-Stiftung, Inter Nationes, „Neuer Vorwärts“ und andere deutsche Wochenblätter und Zeitschriften.1964 beginnt seine intensive Tätigkeit für „Der Spiegel“ und „Die Zeit“.
Josef Heinrich Darchinger berichtet als freier Fotojournalist über ein halbes Jahrhundert lang von der Bundespolitik aus Bonn, dem politischen und wirtschaftspolitischen Geschehen in der Bundesrepublik, von Reisen und Staatsbesuchen sowie internationalen Konferenzen. Er unternimmt viele Reisen in die ehemalige DDR, nach Polen in die ehemalige Sowjetunion, nach Israel, Arabien, China, Australien und Neuseeland sowie eine Vielzahl der Länder Afrikas. Er arbeitet mit überregionalen deutschen Zeitungen sowie deutschen und ausländischen Zeitschriften und mit Wirtschaftsunternehmen zusammen. Während seiner Tätigkeit für den „Spiegel“ hat er unter anderem über zweitausend „Spiegel-Gespräche“ fotografiert.
Für seine Tätigkeit wird J. H. Darchinger 1974 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und 1989 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse geehrt, 1987 erhält er den Dr.-Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh). Eine große Retrospektive unter dem Titel „Die Bonner Republik“ fand 1997 im Rheinischen Landesmuseum Bonn statt.
Mit dem Ende der analogen Fotografie und dem Regierungsumzugs von Bonn nach Berlin zieht sich Jupp Darchinger nach und nach aus dem aktuellen Geschäft zurück.

Am Sonntag, den 28. Juli 2013, wenige Tage vor seinem 88. Geburtstag ist der Bonner Fotograf Josef Heinrich „Jupp“ Darchinger in Bonn-Endenich gestorben.
Darchinger, der Fotograf der „Bonner Republik“ dokumentierte die Geschichte der Bundesrepublik seit ihren Anfängen. Sein unverkennbarer Stil hat den Fotojournalismus entscheidend geprägt.

© Ulrich Baumgarten

Jupp Darchinger, der Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimpsch und Dr. Anja Kruke, Leiterin des Archivs der sozialen Demokratie bei der Eröffnung der „Ausstellung 150 Jahre deutsche Sozialdemokratie“ in der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn © Ulrich Baumgarten

Jupp Darchinger im Online-Katalog der Bibliothek der FES

Benutzung

Anfragen mit Ihren Bildwünschen und Fragen zum Bestand können Sie direkt an das Fotoarchiv Jupp Darchinger richten.

Für professionelle Nutzer wie Redaktionen und Verlage werden die Fotos zur Veröffentlichung in Printmedien, Internet und TV Bilder auch online bei picturemaxx angeboten (Name in i-picturemaxx: AdsD / Darchinger).

Die Nutzung der Fotos aus dem Fotoarchiv Jupp Darchinger ist kostenpflichtig. Die Nutzungshonorare sind abhängig von Art der Verwendung und richten sich nach der Bildhonorarliste der Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing (MFM).

Adresse Godesberger Allee 149, D - 53170 Bonn
Telefon 0228 / 883-8067
FAX 0228 / 883-9209
E-mail darchinger-archiv@fes.de