Wegbereiterinnen
Lore Agnes
1876-1953
Lore Agnes wurde 1876 in eine kinderreiche Bergarbeiterfamilie in Bochum hineingeboren. Der Vater starb früh und Lore musste sich als Dienstmädchen ihr Brot bald selbst verdienen
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Lisa Albrecht
1896-1958
Elisabeth Hatjen war das älteste von acht Kindern einer „soliden Bürgerfamilie“ in Hamburg. Im Alter von 15 Jahren schloss sie sich gegen den Willen ihrer Eltern der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ) an, trat 1914 der SPD und der Angestelltengewerkschaft und 1919 der Arbeiterwohlfahrt bei. In der Arbeiterjugend stand sie bald
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Marie Ansorge
1880-1955
Marie Ansorge war die Tochter einer armen Arbeiterfamilie aus Löchau in Böhmen. In der zweiklassigen Dorfschule fehlte sie oft im Unterricht, weil sie bei der Betreuung der Geschwister und im Haushalt mithelfen und obendrein als Landarbeiterin Geld verdienen musste. Mit dreizehn Jahren verließ sie die Schule
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Ottilie Baader
1847 -1925
Ottilie Baader wuchs in einer Arbeiterfamilie in
Frankfurt /Oder auf. Durch den frühen Tod ihrer
Mutter konnte sie nur drei Jahre lang eine Schule
besuchen, weil sie den Haushalt für die jüngeren
Geschwister und den Vater führen musste. Im Alter
von 13 Jahren begann sie ihre Arbeit als Näherin
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Angelica Balabanoff
1878-1965
In Kiew wurde Angelica Balabanoff 1878 in eine angesehene jüdische Bürgerfamilie hineingeboren. Mit 17 Jahren musste sie wegen ihrer revolutionären Einstellung und Tätigkeit das zaristische Russland verlassen und studierte in Brüssel, London, Leipzig, Berlin und Rom Geisteswissenschaften. Kurz vor der Jahrhundertwende
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Julie Bebel
1843 -1910
Aufgewachsen war Julie Bebel, geb. Otto, in einer
einfachen Leipziger Arbeiterfamilie. Julie Otto hatte
ein heiteres Gemüt, war fröhlich und sang gerne.
Sie besuchte die Volksschule und musste dann, wie
alle ihre Geschwister, Geld verdienen. Während die
Brüder eine Lehre in einem Handwerksbetrieb machen
durften, arbeitete Julie
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Clara Bohm-Schuch
1879–1936
Clara Bohm wurde am 5. Dezember 1879 in der Mark Brandenburg als Tochter armer Kleinbauern geboren. Sie wuchs mit fünf Geschwistern auf und wurde von den Eltern früh zur Pazifistin erzogen. Nach dem Besuch der Dorfschule verdiente sie ihren Lebensunterhalt als Dienstmädchen und
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Lily Braun
1865-1916
Lily Braun’s Mädchenname Amelia Jenny Emilie Klothilde Johanna von Kretschmann verweist auf ihre adelige Herkunft.
Als 23-Jährige schrieb sie an ihre Kusine: „… ich arbeite nicht nur nichts, ich lebe nicht einmal, sondern werde gelebt“.
Das sollte sich ändern. Mit 25 Jahren begann sie ... weiter lesen
Hilde Coppi
1909–1943
Vor einigen Jahren fand ich im Bundesarchiv auf einer kleinen Karteikarte einen Eintrag vom Gefängnispfarrer des Berliner Frauengefängnisses: „Hilde Coppi, Hochverrat und Landesverrat, Schulze-Boysen-Kreis, zart, fein, tapfer, ganz selbstlos. Gebar am 27.11.42 ihr Kind. Hinrichtung ihres Mannes durfte ihr nicht mitgeteilt werden, ließ darum ihren Schmerz nicht laut werden. Kind wurde von ihrer Mutter erst in der Woche der Hinrichtung geholt. Stolz, beherrscht und lieb. Kein Hass. Eine rührende Persönlichkeit. Rechnete... weiter lesen
Helena Demuth
1820–1890
Helena Demuth, Tochter des Bäckers Michel Demuth und seiner Frau Catharina Creutz, lt. Geburtsregister „von Profession nichts“, wurde am 31. Dezember 1820 als fünftes von sieben Kindern in St. Wendel geboren. Schon als Zehnjährige musste sie in Trier als Dienstmädchen arbeiten. Etwa 1837 kam sie in den Haushalt der Familie von Westphalen. Nachdem Jenny von Westphalen, die Tochter des Hauses, mit der sie sich angefreundet hatte, 1843 Karl Marx heiratete,... weiter lesen
Käte Duncker
1871–1953
Am 23. Mai 1871 wurde Käte Doell in Lörrach (Baden) als Tochter eines Kaufmanns geboren. Als sie fünf Jahre alt war, starb der Vater und ihre Mutter zog mit ihr nach Friedrichroda in Thüringen, um eine Pension zu eröffnen. Schon als Kind musste sie
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Anna Haag
1888–1982
Anna Schaich wurde am 10. September 1888 in eine kinderreiche Dorfschullehrerfamilie in Württemberg hineingeboren. Da das Geld in der Familie knapp war, konnte sie nach der Volksschule keine Berufsausbildung durchlaufen. Sie half im elterlichen Haushalt und führte ihn zeitweise allein, weil die Mutter
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Gertrud Hanna
1876-1944
Gertrud Hanna wurde 1876 als eine von drei Töchtern eines armen Berliner Arbeiterpaares geboren. Mit vierzehn Jahren musste sie ihre Schulzeit beenden und sich ihr Geld als Buchdruckerei-Hilfsarbeiterin verdienen. Bald darauf trat sie dem Freigewerkschaftlichen Verband der Buch- und Steindruckerei- Hilfsarbeiter und -Arbeiterinnen bei und wurde
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Emma Ihrer
1857-1911
Emma Ihrer stammte aus einer bürgerlichen
Familie. Mit 24 Jahren schloss sie
sich der Sozialdemokratischen Partei
an. Mit ihrem Bekenntnis als Sozialistin
engagierte sie sich für die Interessen
der Arbeiterinnen, vor allem für deren
gewerkschaftliche Organisation. Der
„Verein zur Vertretung der Interessen
der Arbeiterinnen“, zu dessen Mitbegründerinnen
sie 1885 gehörte
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Marie Juchacz
1879-1956
Marie Juchacz wurde 1879 in Landsberg a. d. Warthe als Tochter eines Zimmermannes und einer Müllerei-Arbeiterin in ärmlichen Verhältnissen geboren. Nach dem Besuch der Volksschule arbeitete sie als Dienstmädchen, Fabrikarbeiterin, Wärterin in einer Irrenanstalt und lernte schließlich den Beruf der Schneiderin. Als alleinerziehende Mutter
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Alma Kettig
1915-1997
Am 5.11.1915 wurde Alma Kettig in eine politisch-engagierte Familie in Wuppertal-Barmen hineingeboren. Ihr Großvater war während des Bismarckschen Sozialistengesetzes verfolgt worden, ihre Eltern waren beide Sozialdemokraten. Alma Kettig besuchte 1922–1930 die Freie Schule in Barmen, eine koedukative, nicht religiös gebundene Schule mit sozialistischen... weiter lesen
Liesel Kipp-Kaule
1906–1992
Liesel Kipp-Kaule wurde am 13. Februar 1906 in Bielefeld geboren. Ihr Pflegevater war Tischler und ihre Pflegemutter Näherin. Auch Liesel Kipp erlernte das Schneiderinnenhandwerk. „Beim Schein der trüben Lampe“ paukte sie zusätzliches Wissen aus Büchern. Anschließend arbeitete sie zunächst als Dienstmädchen und dann
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Johanna Kirchner
1889-1944
Johanna Kirchner, geb. Stunz, stammte aus
einer Familie überzeugter Sozialdemokraten.
Ihr Großvater, einer der ersten SPD-Stadtverordneten
in Frankfurt/Main, war während des
Sozialistengesetzes aus der Heimatstadt ausgewiesen
worden. Ihr Vater, Schreinermeister von
Beruf, war ebenfalls engagierter Sozialdemokrat.
Sie wurde Bürogehilfin und trat
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Käthe Kollwitz
1867-1945
Käthe Kollwitz wurde 1867 als fünftes Kind der Familie eines Maurermeisters in Königsberg geboren. Ihre Eltern ermöglichten ihr, als sie vierzehn Jahre alt war, den Unterricht bei einem Kupferstecher und einem Maler sowie das Studium an Künstlerinnenschulen in Berlin und München. Eine Ausbildung an der Akademie blieb ihr als Frau
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Rosa Luxemburg
1871-1919
Rosa Luxemburg wuchs in einer begüterten jüdischen Mittelklassenfamilie
in Warschau auf. Bereits in früher Jugend wurde sie durch
ihr rebellisches Verhalten gegen die restriktiven Verhältnisse ihrer
Schule in Polen in sozialistische Aktivitäten einbezogen. Um einer
drohenden Verhaftung zu entkommen, musste sie 1889 Polen verlassen.
Sie ging nach Zürich und
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Eleanor Marx
1855-1898
Eleanor Marx wurde als jüngste Tochter von Jenny und Karl Marx am 16. Januar 1855 in London geboren. Sie erhielt eine gute Schulbildung, die durch die Erziehung im Elternhaus ergänzt wurde. Zunächst arbeitete sie als Lehrerin, Publizistin, Übersetzerin und Schauspielerin. Mit der traditionellen Frauenrolle wollte sie brechen, wollte
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Louise Michel
1833-1905
Louise Michel wurde am 20.4.1833 auf Schloss Vroncourt im Departement Haute-Marne in Frankreich geboren. Sie selbst bezeichnete sich als einen „Bastard“, denn sie war die Tochter eines einfachen Mädchens, das auf dem Schloss erzogen worden war, und des Sohnes des Hauses, der sich bald
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Susanne Miller
1915–2008
Susanne Miller wurde am 14. Mai 1915 in eine großbürgerliche Familie jüdischen Ursprungs hineingeboren. Die Beschäftigung mit dem Schicksal der ArbeiterInnen war ihr nicht in die Wiege gelegt worden. Behütet von Gouvernanten und DienstbotInnen, verbrachte sie ihre Kindheit in Wien. Für die „Tochter aus gutem Hause“ war der Besuch des Humanistischen Gymnasiums in Wien und später in Sofia selbstverständlich. Nach der Matura... weiter lesen
Hermynia zur Mühlen
1883–1951
Hermine Gräfin Folliot de Crenneville-Poutet wurde am 12. Dezember 1883 als Tochter eines k.u.k. Diplomaten in Wien geboren. Sie wuchs in verschiedenen europäischen Ländern auf und beherrschte bereits als Kind mehrere Fremdsprachen. Ihre 1907 geschlossene Ehe
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Alva Myrdal
1902–1986
Am 31. Januar 1902 wurde Alva Reimer in Uppsala geboren. Nach dem Besuch der Hauptschule und einer Handelsschule arbeitete Alva im Rechnungsamt. Da Mädchen der Besuch des Gymnasiums damals nicht gestattet war, setzte sie gemeinsam mit ihrem Vater durch, dass ein Kurs eingerichtet wurde, der allerdings im Gegensatz zu dem für Jungen kostenpflichtig war. Ihre lebenslange Verbundenheit mit der Frauenbewegung wurde von der Erfahrung beeinflusst, als Mädchen benachteiligt worden zu sein.
Nach dem Abitur studierte Alva zunächst Literaturgeschiche... weiter lesen
Anna Nemitz
1873–1962
Anna Voigt wurde am 3. Januar 1873 in eine kinderreiche Arbeiterfamilie in Bromberg hineingeboren. Während ihrer Schulzeit musste sie Brötchen austragen, um Geld zu verdienen. Nach dem Besuch der Volksschule arbeitete sie drei Jahre als Hausangestellte und versorgte nebenbei ihre jüngeren Geschwister. Danach lernte sie nähen und wurde Schneiderin. Sie heiratete... weiter lesen
Emmeline Pankhurst
1858-1928
Als Tochter einer liberalen Mittelklasse-Familie hatte sich Emmeline Pankhurst in den 1880er Jahren sozialistische und feministische Positionen angeeignet. Zu ihren ersten Aktionen gehörte die Teilnahme an Demonstrationen der Erwerbslosen. In ihrer Wohnung trafen sich
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Toni Pfülf
1877-1933
Die Offizierstochter siedelte im Frühjahr 1896 nach München über, um dort – gegen den Willen ihrer Eltern – die Lehrerinnenbildungsanstalt
zu besuchen. 1902 bestand sie das erste Lehrerinnenexamen und wurde Hilfslehrerin in Südbayern und
ab 1907 Lehrerin in München. Toni Pfülf trat 1902, noch bevor Frauen in politischen Organisationen Mitglied sein durften,
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Nora Platiel
1896–1979
Nora Block wurde am 14. Januar 1896 als achtes von zehn Kindern geboren. Ihre Eltern betrieben in Bochum ein Bekleidungsgeschäft. Innerhalb der jüdischen Gemeinde galt die Familie Block als bürgerlich-liberal. 1912 verstarb der Vater. Sie musste nun die Schule abbrechen, um im elterlichen Betrieb mitzuhelfen. Während des Ersten Weltkrieges
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Adelheid Popp
1869-1939
Adelheid Popp war das fünfzehnte Kind einer Weberfamilie in Inzersdorf bei Wien. Ihre Kindheit war von Elend, Not und einem tyrannischen Vater begleitet. Nur drei Jahre lang konnte sie die Schule besuchen. Als Zehnjährige musste sie schon als Dienstmädchen, Näherin und Fabrikarbeiterin zum Familienunterhalt beitragen. Völlig überfordert und gesundheitlich
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Annemarie Renger
1919–2008
Annemarie Wildung wurde am 7. Oktober 1919 in Leipzig in eine kinderreiche sozialdemokratische „Musterfamilie“ hineingeboren. Schon als junges Mädchen fasziniert vom politischen Geschehen, war sie, inspiriert durch den Vater, einen Tischler und führenden Berliner Sozialdemokraten, hinein gewachsen in die Sozialistische Bewegung. Sie gehörte bereits vor 1933 den Roten Falken, den Kinderfreunden und... weiter lesen
Elfriede Ryneck
1872–1951
Elfriede Staegemann, geboren am 14. Dezember 1872 in Berlin, gehörte von 1919 bis 1924 zur ersten Generation der Parlamentarierinnen im Deutschen Reichstag und anschließend bis 1933 im Preußischen Landtag. Sie war die Tochter eines Maurers und von Pauline Staegemann, die als Gründerin und Vorsitzende der ersten sozialdemokratischen Frauengruppe in Berlin, des „Berliner Arbeiterfrauen- und Mädchenvereins“, 1878 auf Grund der preußischen Vereinsgesetzgebung und des Sozialistengesetzes verurteilt worden... weiter lesen
Louise Schroeder
1887-1957
Louise Schroeder wurde 1887 in eine kinderreiche, arme, sozialistische Arbeiterfamilie in Altona (später Hamburg-Altona) hineingeboren. Ihr sozialpolitisches Engagement führte sie darauf zurück, dass sie früh Not, Sorgen und soziale Probleme kennen gelernt hatte, weil sie
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Elisabeth Selbert
1896–1986
Martha Elisabeth Rhode wurde am 22. September 1896 als zweite von vier Schwestern in Kassel geboren. Ihr Vater war Bäcker, diente als Berufssoldat und wurde Gefangenenaufseher in einer Jugendstrafanstalt; ihre Mutter arbeitete als Haushälterin und dann als Hausfrau im eigenen Haushalt. Wie die meisten Mädchen ihrer Generation bekam Elisabeth Rhode eine typische Mädchenerziehung:... weiter lesen
Toni Sender
1888-1964
Toni Sender stammte aus einer orthodox-jüdischen Familie
aus Biebrich am Rhein. Bereits als Dreizehnjährige
verließ sie ihre Familie, um in Frankfurt/Main die Handelsschule
zu besuchen. Sie wollte, wie sie später schrieb,
sobald als möglich ökonomisch und damit auch geistig
und in ihrer Lebensführung ihr „eigener Herr“ sein. Deshalb
arbeitete sie schon vor Vollendung ihrer schulischen
Ausbildung
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Anna Siemsen
1882-1951
Anna Siemsen stammt aus einer evangelischen Pfarrersfamilie
aus Mark bei Hamm. Sie studierte Pädagogik in
München, Bonn und Münster, legte ein Staatsexamen
ab und 1909 eine Promotion. Zunächst arbeitete sie
zehn Jahre als Lehrerin und wurde dann ins preußische
Volksbildungsministerium nach Berlin berufen. Sie setzte
sich früh
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Minna Specht
1879-1961
Minna Specht wurde 1879 als siebtes Kind einer wohlhabenden Familie in Schloss Reinbek bei Hamburg geboren. Das Schloss wollten ihre Eltern als Hotel für gut situierte Sommergäste einrichten. Als der Vater 1881 starb, musste die Mutter den großen Betrieb alleine führen. Minna Specht wuchs nicht in
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Anna Starke
1905–1993
Am 2. März 1905 kam Anna Starke in der kleinen Inselstadt Lindau zur Welt. Klein von Statur und leicht sehbehindert, lernte die „ Brillenschlange“ nach dem Besuch der Volksschule an der Höheren Mädchenschule in Lindau und hatte dabei schon mit den ersten Unbilden zu kämpfen. Ihre Mutter schrieb 1928: „Da im Frühjahr 1922 mein Mann und ich gleichzeitig schwer erkrankten, musste sie während der letzten sechs Wochen ihres Töchterschulbesuches beurlaubt werden, um das Geschäft zu übernehmen.“ Erste Ausreißversuche... weiter lesen
Lucinde Sternberg
1918–1998
Man darf sich nur nicht entmutigen lassen … in einem Leben im durch Umbrüche geprägten 20. Jahrhundert, so die 3. Tochter des Kunsthistorikers Wilhelm Worringer und der Malerin Martha Worringer. Lucinde Sternberg, geborene Worringer, hatte viele Berufe: Schauspielerin, Verlagslektorin, Redakteurin. Sie wurde am 29. März 1918 geboren und wuchs in Bonn auf. Die berufstätige Mutter war ihr Vorbild. 1928 folgte die Familie dem Ruf des Vaters an die Universität Königsberg. 1938 legte Lucinde Worringer als einzige ihres Jahrgangs das Abitur... weiter lesen
Helene Weigel
1900–1971
Helene Weigel wurde am 12. Mai 1900 in Wien geboren. Seit ihrer Kindheit stand für sie fest, Schauspielerin zu werden. Nach der Grundschule besuchte das jüdische Mädchen ab 1915 das Realgymnasium der Reformpädagogin Eugenie Schwarzwald, auf dem sie mit den Prinzipien der Frauenemanzipation und sozialen Gerechtigkeit bekannt wurde. Dank ihres beharrlichen Drängelns arrangierte die Schulleiterin ein Vorsprechen... weiter lesen
Jeanette Wolff
1888-1976
Am 22. Juni 1888 wurde Jeanette Cohen als erstes Kind einer kinderreichen jüdischen Familie in Bocholt geboren. Ihr Vater war zugleich überzeugter Sozialist und gläubiger Jude. Sie begann 1904 in Brüssel eine Ausbildung zur Kindergärtnerin und fand Anschluss
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Mathilde Wurm
1874-1935
Nach dem Besuch der Höheren Mädchenschule in Frankfurt/
Main arbeitete Mathilde Wurm, geb. Adler, als Sozialarbeiterin
in der sozialen Fürsorge in Berlin. Sie gründete
eine Berufsberatungsstelle für Schulabgängerinnen und die
erste Lehrstellenvermittlung mit. Von 1903 bis 1904 war
sie Leiterin
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Clara Zetkin
1857-1933
Clara Zetkin, geb. Eissner, die Tochter eines Dorfschullehrers, zog 1872 mit ihrer Familie nach Leipzig, wo sie, beeinflusst
durch ihren späteren Mann Ossip Zetkin, Mitglied der SPD wurde. 1882 folgte sie ihrem Lebensgefährten über Zürich nach
Paris und kehrte 1891, nach dessen Tod, mit ihren beiden Kindern nach Deutschland zurück. 1889 hatte sie auf dem
Internationalen Arbeiterkongress zum ersten Mal ... weiter lesen
Luise Zietz
1865-1922
Luise Zietz, Tochter einer Weber- und Heimarbeiterfamilie,
arbeitete nach der Schule als Dienstmädchen und als Arbeiterin
in einer Tabakfabrik, später wurde sie Kindergärtnerin.
Sie war seit 1892 in der Hamburger SPD aktiv und gehörte
seit der ersten Frauenkonferenz der Partei am 15. September
1900 zu den führenden Persönlichkeiten der Sozialdemokratischen
Frauenbewegung. Sie lehnte jede Zusammenarbeit
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