Nummer 4 / 2006

Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung, Godesberger Allee 149, 53175 Bonn

Donnerstag, 21. Dezember 2006

Neu im Netz:
Gesamtregister für das Archiv für Sozialgeschichte


Es weihnachtet sehr... - eine Lithographie von Ilse Schütze-Schur

Originallithographie von Ilse Schütze-Schur

Peter Pfister

Ilse Schütze-Schur wurde am 21. August 1868 als Ilse Schütze in Berlin-Charlottenburg geboren. Nach einem Aufenthalt in München, wo sie künstlerischen Unterricht nahm und dort auch einige Zeit als Künstlerin tätig war, kehrte sie nach Berlin zurück. 1901 trat sie dem „Verein der Künstlerinnen und Kunstfreundinnen zu Berlin" (VdKKB) bei und wurde 1909 Lehrerin für Graphik und Malerei an dessen Zeichen- und Malschule. Von 1893 bis 1921 war sie nahezu jährlich bei der "Großen Berliner Kunstausstellung" mit ihren Werken vertreten. Doch Ilse Schütze-Schur schuf auch ausdrucksstarke Werke für verschiedene sozialdemokratische Publikationen ... mehr


SPP/ICA-Tagung im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung

Bärbel Richter

In diesem Jahr fand das jährliche Treffen der Section for Archives of Parliaments and Political Parties des ICA (International Council on Archives) auf Einladung des AdsD in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn statt. Das Motto der diesjährigen SPP-Tagung lautete: “The WWW as a challenge and as a chance for parliamentary and party archives”. Parlaments- und Parteiarchivarinnen und -archivare aus nahezu allen Kontinenten hatten sich in Bonn unter dem Vorsitz des SPP/ICA-Präsidenten Dr. Günther Schefbeck zusammengefunden, um über die Veränderungen – vor allem aber auch über die Chancen und die spezifischen Probleme – zu sprechen, die sich für die archivarische Arbeit durch das Internet ergeben.
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Uneins - aber einig?
Zur Geschichte des Verhältnisses von SPD und Gewerkschaften. Eine Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung zum 100. Jahrestag des "Mannheimer Abkommens" von 1906



August Bebel (x) und Carl Legien (xx) in Heidelberg 1906

Neue Bestandsübersicht


Bestände im AdsD aus den „neuen“ Bundesländern
Das Depositum Günter Hauthal / Dokumente zur Geschichte der Sozialdemokratie in Altenburg

"Bebel: Lieber Chronos, Sie werden's im neuen Jahrhundert wohl mit der probieren müssen", Sozialdemoktratische Silvesterzeitung 1900

Ilse Fischer

Nach der Wende 1989 und dem Zustandekommen der Deutschen Einheit bemühte sich das AdsD, noch in Privatbesitz befindliche Unterlagen und Dokumente zur Geschichte der Sozialdemokratie in den neuen Bundesländern zu recherchieren. Ein Beispiel dafür ist das Depositum Günter Hauthal, das sowohl persönliche Unterlagen des Hinterlegers wie auch eine Sammlung von wertvollen Dokumenten zur Geschichte der Sozialdemokratie und der Arbeiterbewegung in Altenburg enthält.
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Impressum

Mario Bungert

Das Verhältnis von SPD und Gewerkschaften war und ist nie frei von Spannungen gewesen. Beispielhaft sei erinnert an die Diskussionen innerhalb der frühen Arbeiterbewegung zwischen reformistisch orientierten Gewerkschaftern und den in revolutionären Strategien verhafteten Parteitheoretikern über



den einzuschlagenden politischen Kurs in der Auseinandersetzung mit dem kaiserlichen Obrigkeitsstaat. Teil dieses Konfliktes war die Frage nach der Rolle der beiden Organisationen, war die Frage, wer auf Seiten der Arbeiterbewegung die Richtlinien der Politik bestimmt – die Partei oder die Gewerkschaften. ... mehr


„Im übrigen ist von allen Menschen der Politiker am allerwenigsten vor seinem Tode glücklich zu preisen.“... Neubearbeitung des Nachlasses Hermann Müller


Hermann Müller auf der Sitzung des Völkerbundes in Genf 1929


Sabine Kneib

Das AdsD verfügt mit zwei Teilnachlässen von Hermann Müller über wertvolle Quellen zur Geschichte der Weimarer Koalitionen. Der größere Bestand, in dem die Arbeitszusammenhänge der Regierung Hermann Müller aus den Jahren 1928 – 1930 niedergelegt sind, wurde in diesem Jahr für die Datenbankrecherche neu bearbeitet und mit




einem ausführlichen Personenregister versehen. Wie der Reichspräsident Friedrich Ebert zählte Hermann Müller zu den sozialdemokratischen Politikern der Weimarer Republik, die – gesundheitlich angeschlagen und aufgerieben von der Bürde ihrer Ämter und der Härte der politischen Auseinandersetzung – schon im mittleren Lebensalter verstorben sind.
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Die nächste Ausgabe ist für Februar/März 2007 geplant