Nummer 1 / 2009

Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung, Godesberger Allee 149, 53175 Bonn

Freitag, 23. Januar 2009

Der Nachlass der Reichstagsabgeordneten Clara Bohm-Schuch im AdsD

Clara Bohm-Schuch, um 1920

Ilse Fischer

2007/08 konnte der Nachlass Clara Bohm-Schuch (1879-1936) übernommen werden. [...] Clara Bohm wurde in Stechow/Havelland geboren. Sie stammte aus einer kinderreichen Kleinbauernfamilie, arbeitete als Dienstmädchen, Verkäuferin, Buchhalterin und Sekretärin. [...]1919 wurde sie als sozialdemokratische Abgeordnete für den Wahlkreis 18 (Arnsberg) in die Verfassunggebende Nationalversammlung gewählt; ab 1920 gehörte Clara Bohm-Schuch dem Deutschen Reichstags an, wo sie u.a. das Amt einer Schriftführerin im Reichstagspräsidium übernahm. Der Schwerpunkt ihrer parlamentarischen Arbeit galt Fragen des Mütter- und Kinderschutzes, des Erziehungswesens und der Berufsausbildung. Sie war Mitglied im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss für die Schuldfragen des Weltkriegs; den Versailler Friedensvertrag lehnte sie leidenschaftlich ab. ...mehr


Im Rückblick: 16. Tagung des Internationalen Archivrats (ICA) in Malaysia 2008

Rudolf Schmitz

Vom 21. bis 27. Juli 2008 veranstaltete der Internationale Archivrat zum zweiten Mal seinen Kongress, der alle vier Jahre stattfindet, in einem asiatischen Land. Malaysia und sein Nationalarchiv erwiesen sich dabei als glänzende Gastgeber. Das betrifft sowohl die perfekte Organisation der riesigen Veranstaltung mit über 170 Vorträgen, Workshops und Meetings als auch den unermüdlichen Einsatz der großen Schar von Helferinnen und Helfern, die immer freundlich Rat erteilten oder Hilfe anboten. Das weitläufige Kongresszentrum Kuala Lumpurs, in direkter Nachbarschaft der berühmten Petronas Zwillingstürme, bildete den großzügigen Rahmen [...]
... mehr
Aufklärung über den Nationalsozialismus und „Sozialismus aus christlicher Verantwortung“ – Der Nachlass Eugen Kogon im AdsD


Eugen Kogon 1977


Ausstellung HAP Grieshaber

Neue Publikationen / Rezensionen aus dem Archiv für Sozialgeschichte


Helmut Schmidt zum 90. Geburtstag

Ein Bildband und eine Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung



Am 23. Dezember 2008 feierte der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt seinen 90. Geburtstag. Ein Bildband und eine Ausstellung in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin würdigen dieses Ereignis. Bildband wie Ausstellung schöpfen dabei aus dem reichhaltigen Fundus des 1,6 Millionen Negative umfassenden Fotoarchivs Jupp Darchinger im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung. Während der Bildband die politische Karriere Helmut Schmidts nachzeichnet und zugleich eine politische Fotogeschichte der SPD und der Bundesrepublik enthält, präsentiert die Ausstellung mit rund hundert Fotos ein facettenreiches und differenziertes Bild der Kanzlerjahre Helmut Schmidts. ... mehr

Helmut Schmidt signiert den Bildband während der Ausstellungseröffnung. Rechts: Jupp Darchinger



Impressum

Christoph Stamm

Im September 2008 gelang es dem AdsD nach Abschluss eines Vertrags mit der Erbengemeinschaft, den umfangreichen Nachlass des Publizisten und Politologen Eugen Kogon (1903-1987) zu übernehmen. Nach dem Studium der Nationalökonomie und Soziologie promovierte Eugen Kogon 1927 zum Dr. phil. in Wien. [...]. Während der NS-Zeit war er mehrfach verhaftet und wurde 1939 in das KZ Buchenwald verschleppt.



Nach seiner Befreiung engagierte er sich für die Aufklärung über die KZ-Gräuel. 1946 erschien sein später vielfach wieder aufgelegtes Buch „Der SS-Staat“, das eine der frühesten Analysen des nationalsozialistischen Herrschaftssystems lieferte. Von 1946 bis 1984 gab Kogon zusammen u.a. mit Walter Dirks die Monatszeitschrift für Kultur und Politik "Frankfurter Hefte" bis zu deren Zusammenlegung mit der Zeitschrift "Neue Gesellschaft" heraus.
... mehr


Für zehn Pfennig Gewerkschaft


"Der Landarbeiter" 1909


Christine Bobzien

Vor genau 100 Jahren hatten deutsche Landarbeiter erstmalig die Möglichkeit, für 10 Pfennig ihres kärglichen Wochenlohnes Rechtsschutz, Krankenunterstützung und ein gewerkschaftliches Bildungsangebot in Anspruch zu nehmen. Fast 5.000 Guts-, Wald-




und Weinbergarbeiter, Melker und sonstige landwirtschaftlich Beschäftigte nutzten die Chance und traten bis Ende des Jahres 1909 in die Gewerkschaft ein. Gründe gab es genug. Arbeiter auf dem Lande waren auch zu Beginn den 20. Jahrhunderts noch in vielen Punkten nahezu rechtlos. ... mehr



Der Newsletter erscheint mehrmals im Jahr