Nummer 1 / 2008

Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung, Godesberger Allee 149, 53175 Bonn

Montag, 7. Juli 2008

Das Depositum Beate Weber im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung

Beate Weber (Mitte), 1990

Gertrud Lenz

Als erster Frau wurde Beate Weber der Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), einer der am höchsten dotierten Umweltpreise, bei einem Festakt in Aachen am 28. Oktober 2007 verliehen. Dieser Preis wurde Beate Weber für ihr umweltpolitisches Wirken als Oberbürgermeisterin von Heidelberg zuerkannt. Bei ihrem Amtsantritt 1990 war sie die erste Oberbürgermeisterin in Baden-Württemberg. Im Laufe ihrer 16jährigen Amtszeit machte sie Heidelberg zu einer im Umwelt- und Klimaschutz führenden Großstadt, die 1997 von der Deutschen Umwelthilfe zur „Umwelthauptstadt für Natur und Umweltschutz“ gewählt wurde. Zuvor hatte sich Beate Weber 11 Jahre als sozialdemokratische Abgeordnete des Europäischen Parlaments (1979 – 1990) und langjährige Vorsitzende des Ausschusses für Umweltfragen, Volksgesundheit und Verbraucherschutz (1984 – 1990) in der europäischen Umweltpolitik engagiert. ...mehr

Megabytes und Kilobytes statt laufender Meter

Mike Zuchet

Das Archiv der sozialen Demokratie hat in den letzten Jahren damit begonnen, digitale Metadaten und Dateien zu übernehmen und für deren Aufbereitung und Import in das Archivdatenbanksystem Faust 5.0 professional zu sorgen. Im Rahmen eines Vortrags in der Fachgruppe 6 auf dem 77. Deutschen Archivtag in Mannheim 2007 wurden dabei auftretende Fragen und Lösungsansätze an drei praktischen Beispielen vorgestellt. Oberste Prämisse in allen Fällen war, zunächst nur die bestehenden Hard- und Softwareressourcen einzusetzen, über die das AdsD verfügt, um von den auftretenden Defiziten neue Anforderungen an Hard- und Software abzuleiten und damit auch in Zukunft der Aufgabenstellung gerecht zu werden. ... mehr
Das Fotoarchiv Jupp Darchinger im AdsD


Jupp Darchinger im AdsD

Neue Bestände

Termine


Bilder des Malers Ernst Günther Hansing in der Friedrich-Ebert-Stiftung

Peter Pfister

Der Pfeife rauchende Herbert Wehner – wer sich an den SPD-Politiker erinnert, hat unweigerlich dieses Bild vor Augen. Eine solche Darstellung Wehners befindet sich auch als Gemälde in der Friedrich-Ebert-Stiftung. Es handelt sich um ein Werk, das der Künstler Ernst Günter Hansing (geboren 1929 in Kiel) im Jahr 1976 geschaffen hat. Wehner zu malen war für Hansing besonders reizvoll. Zum einen hatte sich Wehner zuvor noch nie malen lassen, zum anderen war Hansing von der Person Wehners beeindruckt, dessen Gesicht für ihn Kraft und Energie, aber auch die Erfahrungen und Verletzungen eines von den politischen Katastrophen des 20. Jahrhunderts Gezeichneten widerspiegelte. ... mehr

Hansing: Herbert Wehner



Impressum

André Castrup

Ende Oktober 2007 hat das AdsD das Fotoarchiv von Josef Heinrich ("Jupp") Darchinger übernommen. Mit ca. 1,6 Millionen Negativen, rund 60.000 Positiven, 30.000 Dias und einer Datenbank mit ca. 62.000 Fotos handelt es sich dabei um das größte und bedeutendste Privatarchiv, das bis dahin vom AdsD übernommen werden konnte. Jupp Darchinger, geboren 1925 in


Bonn-Endenich, wollte ursprünglich Landwirt werden, absolvierte aber 1947 eine Umschulung zum Fotolaboranten und eine überwiegend autodidaktische Ausbildung als Fotograf. Heute gilt er als einer der bedeutendsten Fotojournalisten in Deutschland, dessen Arbeit das fotografische Gesicht der Bonner Republik nachhaltig und über viele Jahrzehnte geprägt hat ... mehr


Wanderausstellung:
Nein zu Hitler! Sozialdemokratie und Freie Gewerkschaften in Verfolgung, Widerstand und Exil 1933-1945


Otto Wels 1932


Ilse Fischer

Für die deutsche Sozialdemokratie und die Freien Gewerkschaften stellt das Jahr 1933, die Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland und die Zerschlagung der Organisationen der Arbeiterbewegung, die tiefste Zäsur in ihrer Geschichte dar. Dass es SPD und Gewerkschaften dennoch gelang, in der Illegalität Widerstandsstrukturen aufzubauen und vom Exil aus ihre politische Arbeit fortzusetzen, ist das Verdienst Tausender Mitglieder, die




bereit waren, dafür ihre Freiheit und ihr Leben zu riskieren. Ihr mutiges Handeln steht im Mittelpunkt der Ausstellung, mit der das Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung – 75 Jahre nach dem Verbot der SPD und der Zerschlagung der Freien Gewerkschaften – an Verfolgung, Widerstand und Exil von Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sowie Gewerkschaftsmitgliedern erinnert. ... mehr



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Die nächste Ausgabe ist für Oktober 2008 geplant