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Josef Simon

Bestand: 0,05 lfd.m.
Laufzeit: 1948

Lebensdaten: * 23.5.1865 † 1.4.1949

Josef Simon wurde am 23.5.1865 in Scheppenbach / Unterfranken geboren. Nach dem Besuch der Volksschule und einer anschließenden Schuhmacherlehre ging er Anfang der 1880er Jahre auf Wanderschaft.
Von 1894 bis 1900 war er Vorsitzender des zentralen Verbandsausschusses des Zentralverbandes der Schuhmacher Deutschlands in Nürnberg.
Ab 1900 bis zu seiner Verhaftung durch die Nationalsozialisten am 3.5.1933 war er Vorsitzender dieses Verbandes. Nach seiner Verhaftung in Berlin wurde er nach Nürnberg überstellt und anschließend ins KZ Dachau überführt.
Nach seiner Entlassung am 25.1.1934 wurde im Jahre 1935 gegen ihn ein Strafverfahren wegen illegaler Fortführung der SPD eingeleitet, aber im Oktober 1935 eingestellt.
Anfang Dezember 1935 wurde er als Zeuge in einem Verfahren ins Gefängnis Stadelheim überführt und am 20.12.1935 nach der Unterzeichnung einer „Verpflichtungserklärung" über das KZ Dachau nach Nürnberg entlassen, stand aber weiterhin unter Polizeiüberwachung. Er hatte Kontakt zu Wilhelm Leuschner und war in die Planungen für den Aufbau einer Verwaltung nach einem erfolgreichen Attentat gegen Hitler eingeweiht, wurde jedoch im Rahmen der Aktion „Gitter" nicht verhaftet, lebte aber wochenlang in ständiger Angst. Nach dem Krieg beteiligte er sich am Wiederaufbau der Gewerkschaft Leder.
1895 trat er in die SPD ein und war für die Partei von 1907 bis 1918 Mitglied der Bayerischen Abgeordneten-Kammer und von 1912 bis 1918 Mitglied des Reichstages für den Wahlkreis Oberfranken.
Gegen Kriegsende wechselte er in die USPD, für die er zwischen 1919 und 1924 im Reichstag saß.
1919 war er kurzzeitig Bayerischer Handelsminister. Nach seinem Wechsel im Mai 1924 zurück in die SPD war er bis Juli 1932 Mitglied des Reichstages für den Wahlkreis Franken.
Nach 1945 war er für die SPD in Nürnberg aktiv.
Josef Simon starb am 1.4.1949 in Kornwestheim / Württemberg.

Der vorliegende Nachlass-Splitter, bestehend aus dem Manuskript seiner Erinnerungen und einer Korrespondenz zu seinem 63. Gewerkschaftsjubiläum, wurde dem DGB-Archiv 1972 von der Gewerkschaft Leder übergeben.
Die Hauptüberlieferung von Josef Simon befindet sich in den Akten von Adolf Mirkes , die sich im AdsD befinden.

Bei Veröffentlichungen aus diesem Nachlass sollte wie folgt zitiert werden:
DGB-Archiv im AdsD, Nachlass Josef Simon, Signatur 1/JSAC (Aktennummer)

Josef Simon im Online-Katalog Bibliothek der FES