Georg Ledebour
Bestand: 0,10 lfd.m.
Laufzeit: 1931 - 1947
Lebensdaten: * 7.3.1850 † 31.3.1947
1870-1871Sanitäter im Deutsch-Französischen Krieg; kaufmännische Lehre, dann Privatlehrer und Journalist, u.a. Korrespondent in England; 1882 Mitglied der Deutschen Fortschrittspartei, 1886 Mitbegründer der Demokratischen Partei, Redakteur der „Demokratischen Blätter“ und der demokratischen „Berliner Volkszeitung“; 1891 Wechsel zur SPD, Redakteur bei der "Sächsischen Arbeiter-Zeitung" und beim "Vorwärts"; 1900-1918 Mitglied des Reichstags;
1917 Vorsitzender der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD), 1918 Mitglied des Vollzugsrates der Berliner Arbeiter- und Soldatenräte; während des "Spartakusaufstands" im Januar 1919 einer der Vorsitzenden des Revolutionsausschusses, verhaftet, nach einem längeren Prozess freigesprochen; 1920-1924 wieder Mitglied des Reichstags; lehnte 1921/1922 den Anschluss der USPD sowohl an die Kommunistische Internationale als auch an die SPD ab; 1924 Vorsitzender des "Sozialistischen Bundes", der sich 1931 an die Sozialistische Arbeiterpartei (SAP) anschloss; 1933 Exil in der Schweiz, dort 1947 gestorben.
Manuskripte, Zeichenskizzen, Gedenkartikel, Briefe
Georg Ledebour im Online-KatalogBibliothek der FES
