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Stephan Hilsberg

Stephan Hilsberg


Bestand: 9,50 lfd.m.
Laufzeit: 1989 -1994

Lebensdaten: * 17.2.1956

Stephan Hilsberg wurde in Müncheberg in der Mark Brandenburg am 17.2.1956 geboren. Er wuchs in Berlin auf, wohin seine Eltern mit ihm und seinen drei Geschwistern 1960 umgezogen waren. Hier besuchte er zwischen 1962 und 1972 eine Polytechnische Oberschule, daran anschließend absolvierte er von 1972 bis 1974 eine Lehre als Facharbeiter für Datenverarbeitung. Den obligatorischen eineinhalbjährigen Grundwehrdienst bei der Nationalen Volksarmee (NVA) leistete er von 1974 bis 1976 ab.
Hilsberg arbeitete von 1976 bis 1989 als Programmierer am Institut für Medizinische Physik und Biophysik der Charité in Berlin. Er erhielt sowohl 1981 als auch 1984 eine Ablehnung für ein Hochschulstudium im Fachbereich Klavier. Hilsberg begann 1985 ein Fernstudium zum Ingenieur für Informationsverarbeitung, das er 1995 abschloß.
Hilsberg betätigte sich seit 1988 aktiv in der Friedensbewegung, „Initiative Frieden und Menschenrechte", und in kirchlichen Friedenskreisen. Er war an den Kontrollgruppen zur Beobachtung der Kommunalwahl im Frühjahr 1989 beteiligt und einer der ersten, die Anzeige gegen Egon Krenz wegen Wahlbetruges erstatteten.
Als in Schwante bei Berlin am 7.10.1989 die SDP (Sozialdemokratische Partei in der DDR) gegründet wurde, war Hilsberg eines der Gründungsmitglieder und wurde zum ersten Sprecher der SDP gewählt. Er nahm mit anderen führenden Mitgliedern den Kontakt zur SPD in der Bundesrepublik auf. Hilsberg war vom Februar bis zum Juli 1990 Geschäftsführer der SPD (früher SDP) in der DDR. In der Zeit vom 18.3.1990 bis zum 2.10.1990 war Hilsberg Mitglied der Volkskammer. Seit dem 3.10.1990 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Im November 2000 wurde Hilsberg zum Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen berufen (bis Oktober 2002), nachdem er vorher Vorsitzender der Arbeitsgruppe Bildung und Forschung der SPD-Bundestagsfraktion war. Hilsberg war von 2004 - 2006 Sprecher der Landesgruppe Ost, von 2004 - 2005 Mitglied des erweiterten Fraktionsvorstandes und 2005 bis 2007 stellvertretender Vorsitzender (für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung, Aufbau Ost sowie Petitionen) der SPD-Bundestagsfraktion.
Hilsberg war Mitglied im Ausschuß ‘Bildung, Forschung, Wissenschaft, Technologie und Technikfolgenabschätzung’, im Ausschuß ‘Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung’, in der Enquete-Kommission ‘Überwindung der Folgen der SED-Diktatur im Prozeß der Deutschen Einheit’ und im ‘Beirat beim Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR’.
In der Stiftung „Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland", Bonn ist Hilsberg stellvertretendes Mitglied des Kuratoriums.
Hilsberg ist verheiratet und hat vier Kinder.

Der Bestand Stephan Hilsberg wurde in drei Teillieferungen abgegeben, die erste Lieferung wurde am 24.06.1994, die zweite am 25.02.1997 und die dritte am 18.11.1998 im Bundeshaus in Bonn vom AdsD übernommen.

  • Runder Tisch der DDR: Sitzungen / Arbeitsgruppe Wirtschaft
  • Geschäftsführer der SPD in der DDR: Verfassung der DDR / Sicherheitspolitik / Gesellschaftstheorie / Deutschlandpolitik / Sozialpolitik / Bildungspolitik, Kulturpolitik / Medienpolitik / Wirtschaftspolitisches Programm der SDP, SPD / Pressespiegel der SPD in der DDR
  • Enquéte-Kommission des Deutschen Bundestages zur "Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland": Arbeitsgruppe Archive (EK 1) / Arbeitsgruppe Blockparteien (EK 2) / Arbeitsgruppe Staatssicherheit/MfS (EK 3) / Arbeitsgruppe Opferentschädigung (EK 4) / Arbeitsgruppe Wirtschaft (EK 5) / Arbeitsgrupee "Seilschaften" (EK 6, EK 7, EK 8) / Arbeitsgruppe Medien (EK 9) / Berichterstattergruppe zum Themenfeld I "Machtstrukturen und Entscheidungsmechanismen im SED-Staat und die Frage der Verantwortung" (EK 10, EK 11) / Berichterstattergruppe zum Themenfeld II "Rolle und Bedeutung der Ideologie, integrative Faktoren und disziplinierende Praktiken in Staat und Gesellschaft" (EK 12, EK 13, EK 14, EK 15) / Berichterstattergruppe zum Themenfeld III "Recht, Justiz und Polizei im SED-Staat" (EK 16) / Berichterstattergruppe zum Themenfeld IV "Innerdeutsche Beziehungen und internationale Rahmenbedingunen" (EK 17, EK 18) / Berichterstattergruppe zum Themenfeld V "Rolle und Selbstverständnis der Kirchen in den verschiedenen Phasen der SED-Diktatur" (EK 19, EK 20, EK 21, EK 22) / Berichterstattergruppe zum Themenfeld VI "Möglichkeiten und Formen abweichenden und widerständigen Verhaltens und oppositionellen Handelns, die friedliche Revolution im Herbst 1989 und die Wiedervereinigung Deutschlands" (EK 23, EK 24) / Arbeitsgruppe der SPD-Fraktion (EK 25) / Exkursionen (EK 26) / Plenumssitzungen (EK 27) / Pressedokumentation (EK 28, EK 29, EK 30, EK 31, EK 32, EK 33, EK 34) / Materialien (A-N) (EK 35), (O-Z) EK (36) / Sitzungen/Anhörungen (EK 37, EK 38, EK 39, EK 40, EK 41, EK 41b, EK 42) / Korrespondenz (EK 44) / Sitzungen/Protokolle der 1. - 21. Sitzung (EK 45), der 22. - 29. Sitzung (EK 46), der 30. - 41. Sitzung (EK 47), der 42. - 49. Sitzung (EK 48), der 50. - 55. Sitzung (EK 49), der 56. - 66. Sitzung (EK 50), der 67. - 74. Sitzung (EK 51), der 75. - 82. Sitzung (EK 52) / Reden Stephan Hilsberg Abschlussbericht der Enquéte-Kommision vom 31.05.1994 Minderheitenvoten Entwürfe der Themenfeldberichte (EK 53) / Amnestiegesuch Gesetzesentwürfe (EK 54) / Schlussberichte der Berichterstattergruppen zu den Themenfeldern / Themenfeld 5: "Rolle und Selbstverständnis der Kirchen in den verschiedenen Phasen der SED-Diktatur"/Schlussbericht (EK 43) / Einsetzung einer neuen Enquéte-Kommission

Stephan Hilsberg in der Online-Datenbank des AdsD der FES

Stephan Hilsberg im Online-Katalog Bibliothek der FES