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Otto Braun

Otto Braun

Bestand: (AdsD-Bestand) 0,70 lfd.m., (DGB-Archiv) 0,05 lfd.m.
Laufzeit: (AdsD-Bestand) 1905 - 1950, (DGB-Archiv) 1952 - 1956

Lebensdaten: * 28.1.1872 † 15.12.1955

Preußischer Ministerpräsident, Politiker; Volksschule, Lehre als Stein- und Buchdrucker, bis 1893 Schriftsetzer; 1888 Mitglied der SPD, 1890 der oppositionellen "Jungen"; 1891 Schriftführer, 1897 Vorsitzender der SPD in Königsberg, 1898 Vorsitzender des SPD-Bezirks Ostpreußen; 1893-1900 Geschäftsführer und Redakteur der "Volksbühne" (später: "Königsberger Volkszeitung"), 1893-1914 nebenamtlich Redakteur des "Volkskalenders" und des "Landboten"; 1900-1911 Rechnungsführer der Ortskrankenkasse Königsberg; 1902-1911 Stadtverordneter in Königsberg; 1902 Mitbegründer des Deutschen Landarbeiter-Verbandes, 1909-1920 Mitglied in dessen Hauptvorstand; 1906-1911 Mitglied der Kontrollkommission der SPD, 1911-1920 und 1921/1922 des SPD-Parteivorstandes in Berlin (1911/1912 und 1921/1922 als Sekretär, 1912-1920 als Kassierer); 1913-1933 Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses bzw. Landtages; 1918 Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrates von Berlin; November 1918 - April 1921 Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten in Preußen; März 1920 - April 1921, November 1921 - Februar 1925, April 1925 - Juli 1932 Ministerpräsident in Preußen (Amtsenthebung am 20.7.1932 durch den "Preußenschlag" von Reichskanzler Franz von Papen); 1919/1920 Abgeordneter der Nationalversammlung und 1920 - März 1933 Mitglied des Reichstags; 1925 SPD-Kandidat beim 1. Wahlgang der Reichspräsidentenwahl; 1933 Emigration in die Schweiz; nach 1945 Teilnahme an mehreren SPD-Parteitagen, keine dauerhafte Rückkehr nach Deutschland

AdsD-Bestand:
ca. 50 Schriftstücke 1923-1927 betr. illegale Betätigung der Reichswehr und von Selbstschutzorganisationen, Heimwehrführer Major Waldemar Pabst, Verwaltungsfragen. 1966 vom Verein für Geschichte der Arbeiterbewegung Wien im Nachlaß Benedikt Kautsky aufgefunden und an das AdsD abgegeben

Kopien: Sitzungsprotokolle des Kronrats 1906-1917 und des Preußischen Staatsministeriums 1913-1918; Aufzeichnungen Theobald von Bethmann Hollwegs zum Wahlrecht 1917; Innenpolitik 1918-1933; Auflösung des Preußischen Abgeordnetenhauses, Vermögen der früheren Monarchen, Pläne Erich Ludendorffs, Reichskonkordat, Osthilfe, Reichsbanner, Parteien; Preußen-Reich 1932-1933; Aufzeichnungen 1933, Reden und Vorträge von Otto Braun; Korrespondenz 1919-1932 und 1940-1950; Abschriften der Tagebücher 1916-1918. 1978 von Herbert Weichmann an das AdsD abgegeben (Kopien aus einem kleinen Nachlaßteil, den er 1967 dem Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin übergeben hatte). Der Hauptnachlaß Otto Brauns wird im Internationalen Institut für Sozialgeschichte aufbewahrt.

DGB-Bestand:
Unterlagen betr. Entschädigung / Wiedergutmachung (Korrespondenz)
Der Nachlaß von Otto Braun ist ein echter Nachlaß-Splitter, welcher aus Korrespondenzen betr. Wiedergutmachungsangelegenheiten besteht, ist auf nicht mehr nachvollziehbarem Erwerb in das DGB-Archiv gelangt.

Bei Veröffentlichungen aus diesem Nachlaß sollte wie folgt zitiert werden: DGB-Archiv im AdsD, Nachlaß Otto Braun, Signatur 1/OBAD 1

Otto Braun im Online-Katalog Bibliothek der FES