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Maxhütte GmbH

Maxhütte GmbH
Betriebsrat

Bestand: 43,00 lfd.m.
Laufzeit: 1946 - 2000
(Stand: 30.6.2003)

Zur Organisationsgeschichte

Am 26. September 1853 wurde im Sauforst von Burglengenfeld in der Oberpfalz die Eisenwerk-Gesellschaft Maximilianshütte gegründet (Maxhütte-Haidhof). Zunächst zur Produktion von Eisenbahnschienen vorgesehen, wurde aus dem örtlichen Schienenwalzwerk ein vielverzweigtes Eisenwerk. Der Kauf von Erzfeldern in Sulzbach und Auerbach in den folgenden Jahren sorgte für eine hütteneigene Erzbasis. Die Maxhütte wurde mehrfach erweitert und modernisiert, 1892 wurde der Sitz der Hauptverwaltung von Haidhof nach Sulzbach-Rosenberg verlegt. Es entstanden Werkssiedlungen zur Unterbringung der zugezogenen Industriearbeiter.
Nach Ende des II. Weltkriegs konnte die Demontage des Werkes Haidhof verhindert werden, so daß bereits im Oktober 1945 die Produktion wieder aufgenommen wurde. In den 70er und 80er Jahren geriet die Maxhütte während der Krise der europäischen Stahlindustrie in wirtschaftliche Schwierigkeiten, denen man durch Umstrukturierungsmaßnahmen zu begegnen suchte. Der Teilstillegung des Kaltwalzwerkes Haidhof am 31. März 1987 folgte dennoch am 16. April 1987 der erste Konkurs der Maxhütte. Am 8. Mai 1987 wurde die Grube Leonie in Auerbach geschlossen. Die Gründung der Auffanggesellschaft Neue Maxhütte (NMH) am 3. November 1987 verhinderte zwar die Schließung des 4.500 Mitarbeiter starken Werks, aber nur durch drastischen Stellenabbau. Am 30. Juni 1990 erfolgte die Stillegung des ehemaligen Stammwerkes Werkes Maxhütte-Haidhof. Aber auch der am 1. Juli 1990 gegründeten NMH Stahlwerke GmbH mit dem Tochterunternehmen Rohrwerk Neue Maxhütte GmbH in Rosenberg gelang es nicht, die wirtschaftliche Situation des Unternehmens zu konsolidieren. Am 6. November 1998 ging die Maxhütte ein zweites Mal in Konkurs. Die Suche nach neuen Investoren und die Bemühungen um die Erhaltung der Arbeitsplätze blieben erfolglos. Auf der Betriebsversammlung am 5. Juni 2002 wurde bekanntgegeben, daß die Schließung der Maxhütte unmittelbar bevorsteht. Zum 22. Juli 2002 wurden alle Beschäftigten für maximal zwei Jahre von der Projekt- und Trainingsgesellschaft (PTG) übernommen.
Am 24. September 2002 fand der letzte Abstich statt. Die Neue Maxhütte Stahlwerke GmbH in der Oberpfalz, Bayerns letztes großes Stahlwerk, mußte knapp 150 Jahre nach seiner Gründung geschlossen werden. Von ehemals fast 10.000 Mitarbeitern blieben 850 Mitarbeiter.

Zum Bestand

Im Februar 1999 unterzeichneten der Arbeitsdirektor Peter Moschinski und der Beauftragte des Betriebsrats Albert Vetter den Vertrag zur Übernahme der Altakten des Betriebsrats der Neuen Maxhütte GmbH durch das AdsD. Im Mai 1999 wurde die erste Teillieferung übernommen und archivtechnisch bearbeitet. Eine zweite Aktenübernahme erfolgte im Februar 2003.
Die Akten spiegeln nicht nur die gesamte Bandbreite der Betriebsratsarbeit, sondern dokumentieren auch den jahrzehntelangen Kampf der Belegschaft um die Erhaltung ihres Betriebes.
Der Bestand umfasst insgesamt 43,00 lfd.m. Aktengut mit einer Laufzeit von 1946 - 2000.
Eine wertvolle Ergänzung bildet der ebenfalls im AdsD befindliche DGB-Aktenbestand zur Maxhütte (14,00 lfd.m., Laufzeit 1944 - 1990).