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Bund-Verlag

Bund-Verlag

Bestand: 37,50 lfd.m.
Laufzeit: 1951 - 1980
(Stand: 30.6.2003)

Zur Organisationsgeschichte

Der Bund-Verlag wurde am 21. Juni 1947 noch für die britische Besatzungszone in Köln als Eigenunternehmen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) gegründet. Die Kerntätigkeit des gewerkschaftlichen Zentralverlages umfasste die Herausgabe von Zeitungen, Zeitschriften und Büchern. Weitere in der Satzung vorgesehene Dienstleistungen wurden nicht wahrgenommen. Das besondere Augenmerk des Bund-Verlages lag auf den Gebieten Arbeits- Sozial-, und Wirtschaftsrecht, Gewerkschaftspraxis und -politik sowie Wirtschaftswissenschaften. Die Beiträge des Bund-Verlages wurden mit dem Ziel veröffentlicht, Betriebsräte und Gewerkschafter zu informieren und sie in ihrer Tätigkeit zu unterstützen. In seinen Publikationen vertrat der Bund-Verlag die Anliegen des DGB.
Neben Büchern und Broschüren erschienen im Bund-Verlag zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften. Beispiele hierfür sind "Aufwärts", "Die Quelle", und die "Gewerkschaftlichen Monatshefte", die über das gewerkschaftliche Umfeld hinaus Bekanntheit erlangten.
1994 ging der Bund-Verlag in die gewerkschaftseigene Holding Beteiligungsgesellschaft für Gemeinwirtschaft (BGAG) über. Das Verlagsprogramm wurde umstrukturiert, sodass der Verlag in einen reinen Fachbuchverlag überführt worden ist. Die Rechte der Fachzeitschriften wurden an die Tochter "AiB-Verlagsgesellschaft" in Köln verkauft. Der eigene Standort in Köln wurde 1997 aufgegeben und in Frankfurt am Main neu etabliert.

Zum Bestand

1982 übergab Werner Behr, ehemaliger Chefredakteur der Zeitschrift: "Der deutsche Beamte", diese Akten dem Archiv. Der Bestand enthält Archivgut aus den Redaktionen der Zeitschriften "Der deutsche Beamte" und den "Gewerkschaftlichen Monatsheften", Rundschreiben des DGB mit den Einzelgewerkschaften, Korrespondenz sowie Akten zu Gewerkschaftskongressen und Beamtentagen. Zusätzlich liegen zahlreiche Sachakten zu Themen vor, die die Publikationen des Verlages betrafen.
Das AdsD verfügt über Archivgut des Bund-Verlages in einem Umfang von 40,8 lfd.m. und mit einer Laufzeit von 1951 bis 1980.