Deutscher Gewerkschaftsbund
Deutscher Gewerkschaftsbund
Bundesvorstand
Abteilung Bildung
Bestand: 2.4000 lfd.m
Laufzeit: 1949 - 2003
Abteilungsentwicklung
In den Geschäftsführenden Bundesvorständen bis 1956 war die Hauptabteilung VII - Schulung und Bildung - ab 1954 umbenannt in Hauptabteilung Bildungswesen, unterteilt in vier "Unterabteilungen", siehe Personalentwicklung.
Nach dem 4. Ordentlichen DGB-Bundeskongress 1956 in Hamburg wurde die Berufsausbildung als Abteilung "Berufliches Bildungswesen" dem Geschäftsbereich der Hauptabteilung Frauen zugeordnet, siehe Aktenbestand: 5/DGAW
Nach dem 6. Ordentlichen DGB-Bundeskongress 1962 in Hannover wurden die Hauptabteilungen aufgelöst und in selbstständige Abteilungen umgewandelt, um eine effektivere Arbeit zu gewährleisten.
Nach dem 9. Ordentlichen DGB-Bundeskongress 1972 in Berlin wurde das bis dahin in der Abteilung angegliederte Referat "Kulturpolitik" zu einer eigenständigen Abteilung, siehe Aktenbestand 5/DGCP, zugeordnet dem Geschäftsbereich von Franz Woschech und nach seinem Tod Karl Schwab. Aufgrund des Bundesvorstandsbeschlusses vom 7.9.1987 wurde diese Abteilung dann mit der Abteilung Medienpolitik zur Abteilung Medien-Kultur-Freizeit zusammengelegt, siehe Aktenbestand 5/DGBA. Im März 1993 wurde die Abteilung aufgelöst und das Referat "Kulturpolitik" wieder der Abteilung Bildung zugeordnet
Ab dem 1. April 1974 wurde das am 2.Mai 1972 gegründete Gemeinnützige DGB-Bildungswerk e.V. Träger der Bundesschulen und Akademien. Nach dem 12. Ordentlichen DGB-Bundeskongress (1982) wurden aus der Abteilung die Bereiche DGB-Bildungswerk, Bundesschulen, arbeiterbildende Akademien, Nachwuchssekretärsausbildung und Weiterbildung für DGB-Beschäftigte ausgegliedert und der neugeschaffenen Abteilung Gewerkschaftliche Bildung zugeteilt, siehe Aktenbestand 5/DGAX.
Schwerpunktbereiche der Abteilung, jetzt Allgemeine Bildung, war Schule, Hochschule und internationale Bildung. Nach dem 15. Ordentlichen DGB-Bundeskongress (1994) wurde sie in Abteilung Bildungspolitik umbenannt und der Bereich Berufsbildung (-politik) wieder in die Abteilung integriert.
Personalentwicklung
Von Beginn des DGB gehörte die Abteilung Bildung bis Heute zum Vorstandsbereich der CDU-Mitglieder im DGB-Bundesvorstand, die gleichzeitig, Ausnahme von Regina Görner und Ingrid Sehrbrock, auch stellvertretende DGB-Vorsitzende waren: Matthias Föcher (bis 1956), Bernhard Tacke (bis 1972), Maria Weber (bis 1982), Gustav Fehrenbach (bis 1990) und Ulf Fink (bis 1994).
Seit 1954 war Karl Braukmann in der Abteilung (vorher Hauptabteilung Jugend, zuständig für Jugendschutz und -recht) die "rechte Hand" von Matthias Föcher und Bernhard Tacke, später wurde er Leiter der Abteilung Bildung. Mit der Einführung der Vorstandssekretäre am 3.3.1966 wurde er Vorstandssekretär von Bernhard Tacke. Nach dem Ausscheiden von Karl Braukmann wurde Hanshorst Viehof Leiter der Abteilung Bildung, es folgte 1974 Horst Kowalak (vormals Referatsleiter in der Abteilung berufliche Bildung) bis 2000 Abteilungsleiter. In dieser Funktion erlebte er mehrere Organisations- und Namensänderungen der Abteilung.
Während der Amtszeit von Matthias Föcher waren für die vier Unterabteilungen zuständig: Heinz Küppers für Hochschulpolitik, Akademien, "Arbeit und Leben", Internationales Bildungswesen; Fritz Fricke für die Bundesschulen und Schulungsarbeit; Josef Leimig für das Berufliches Bildungswesen und Otto Burrmeister für die Ruhrfestspiele und Kulturpolitik. Ausgenommen Otto Burrmeister war dies eine personelle Kontinuität der gleichnamigen Abteilung des DGB Britische Besatzungszone.
Mit dem Ausscheiden von Fritz Fricke 1960 wurde Heinrich (Heinz) Eckert für Bundesschulen und Bildungsarbeit (bis 1984) und nach dem Tod von Heinz Küppers am 5.2.1964, Peter Möhring für die Akademien bis zum 31.8.1968 zuständig. Sein Nachfolger wurde ab 1.3.1969 Albert Keil - zuständig für die Betreuung gewerkschaftlicher Studentengruppen an den Hochschulen und Universitäten sowie an den Arbeiterbildenden Akademien in Dortmund, Frankfurt/M. und Hamburg bis 1974 - und Wolfgang Schleicher der bis Ende 1970 den Arbeitsbereich der internationalen Bildung übernahm. Mit dem Ausscheiden von Otto Burrmeister 1966 wurde Karlheinz Hagin bis 1972 zuständig für den Kulturbereich und anschließend Leiter der Abteilung Kulturpolitik. 1971 kam noch Karl Jostarndt für den Bereich der Hochschule und Erwachsenpolitik hinzu.
Bis zur Eigenständigkeit der Gewerkschaftlichen Bildung (1982) waren neben Horst Kowalak als Abteilungsleiter als Referenten für die einzelnen Arbeitsbereiche der Abteilung tätig: Heinrich Arenhoevel, Heinrich Eckert, Mechtild Fülles, Karl Jostarndt. Mit dem Ausscheiden von Heinrich Arenhoevel (ab 1.1.1980 Leiter der DGB-Bundesschule Hattingen) und Heinrich (Heinz) Eckert (Ruhestand) und der Abgabe von bisherigen Arbeitsbereichen an die neuentstandene Abteilung Gewerkschaftliche Bildung waren bzw. sind für die Arbeitsbereiche zuständig Joachim Koch-Bantz, Volker Scharlowsky sowie - befristet für die Dauer von 6 Jahren im Hochschul-Projekt "Verein zur Förderung der Studienreform" - Malte Krugmann.
Das seit Mitte 1949 bestehenden DGB-Fernlehrinstitut "Die Briefschule" mit Sitz in Frankfurt/M wurde anfänglich geleitet von Hans Mugrauer, siehe Nachlass 1/HMAH. Mit der Sitzverlegung im Mai 1967 nach Düsseldorf zum Bundesvorstand wurde Erich Meyer neuer Geschäftsführer, im Folge eine Arbeitsgerichtsprozesses vereinbarungsgemäß 1980 ausschied. Die Auflösung der Schule erfolgte 1983.
Zum Bestand und Benutzung
Der Aktenbestand umfasst zur Zeit 82 lfd.m. mit 1720 Signaturen und einer Laufzeit von 1947 bis 2003. Die sachliche und inhaltliche Erschließung der Akten erfolgte anhand eines von Karl Jostarndt erstellten Aktenplans für die Abteilung vom Januar 1977, der im wesentlichen identisch ist mit dem einheitlichen Aktenplan für die Sekretariate der Geschäftsführenden Bundesvorstandsmitglieder vom 8. Februar 1967, den die Abteilung bis dato angewandt hatte. Für die vor 1967 benutzten Registraturen gab es ebenfalls einen abteilungsinternen Aktenplan, der jedoch nur bruchstückhaft überliefert ist. Auch diese Akten wurden nach dem "aktuellen Plan von 1977" inhaltlich zugeordnet.
Aus dem Aktenbestand wurden insgesamt 102 Akten aus den Gruppen: Deutscher Bundestag, Verein zur Förderung der Studienreform e.V. und Die Briefschule GmbH kassiert, siehe entsprechendes Protokoll weiter unten.
Die Laufzeit einiger Akten aus den Gruppen "DGB-Bundesschulen" und "sozialen Akademien" beginnen schon vor der offiziellen DGB Gründung 1949. Um eine kontinuierliche Überlieferung zu gewährleisten, wurden sie in ihrer Gänze erhalten und diesem Bestand zugeordnet. Akten der Abteilung Bildungswesen des DGB-Britische Besatzungszone, die nicht nach 1949 weitergeführt wurden, befinden sich in dem Bestand DGB-BBZ, Signatur 5/DGAC.
Die Registraturnummern und die alten Archivsignaturen aus Düsseldorf sind als Konkordanz unterhalb der jetzigen Signatur angegeben. Die Einsichtnahme in diesen Aktenbestand ist mit Ausnahme jener Akten, deren Überlieferung jünger als 20 Jahre ist und den personenbezogenen Akten der Akademien, uneingeschränkt möglich. Die benutzten Materialien aus diesem Bestand sollten bei Veröffentlichungen wie folgt zitiert werden:
DGB-Archiv im AdsD
DGB-Bundesvorstand Abteilung Bildung, 5/DGAV (Aktennummer)
Gliederung der Abteilung Bildung
- Abteilung Schriftverkehr, Rundschreiben Kongresse
- Referat Kulturpolitik
- Ausschüsse der Abteilung
Bildungspolitischer einschließlich Unterausschüsse
Kulturpolitischer und Bildungssekretärskonferenzen - DGB-Bundesschulen
- Soziale Akademien
Akademie der Arbeit, Sozialakademie, Akademie für Gemeinwirtschaft bzw. Hochschule für Wirtschaft und Politik und andere Akademien - Schule / Hochschule
- Kulturpolitische Veranstaltungen
DGB-Kulturpreis, Europäisches Gespräch
Ruhrfestspiele - Abteilungen der Bundesvorstandsverwaltung
- DGB-Gewerkschaften
- DGB-Landesbezirke und -Kreise
- Gewerkschaftliche Aktionen
- Gewerkschaftlich - genossenschaftliche Einrichtungen
Arbeit und Leben, Berufsfortbildungswerk des DGB, Die Briefschule
Hans-Böckler-Stiftung, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut des DGB - Gewerkschaften außerhalb des DGB
- Parteien
- Bund, Länder und Gemeinden
- Arbeitgeberorganisationen und Wirtschaftsverbände
- Sonstige außergewerkschaftliche Organisationen, Verbände, Körperschaften, Stiftungen u.ä.
- Religionsgemeinschaften
- Medien
Gewerkschaftspresse, Pressearchiv, Veröffentlichungen der Abteilung - Internationale Gewerkschaftsorganisationen und Internationale Bildungstätigkeit
