Geschichte des AdsD
Unterm Hakenkreuz - Die Rettung der Akten
"Wir waren uns damals klar [...], daß wir gegen die Reichsmacht, gegen SA und SS mit den Kommunisten im Rücken den Kampf nicht hätten führen können. [...] Wir sind eben geschlagen und müssen wieder von vorne anfangen." 1
Diese resignative Erkenntnis formulierte Otto Wels Mitte März 1933. Es hatte nach der Ernennung Adolf Hitlers 2 zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 einige Zeit gedauert, bis die SPD tatsächlich begriffen hatte, dass es unter der Diktatur des "Dritten Reichs" keinen Platz mehr für eine demokratische Arbeiterpartei gab. Rudolf Breitscheid 3 hatte am 31. Januar erklärt: "Wenn Hitler sich zunächst auf dem Boden der Verfassung hält, und mag das hundertmal Heuchelei sein, wäre es falsch, wenn wir ihm den Anlaß geben, die Verfassung zu brechen." 4 Mit der am 28.2.1933, einen Tag nach dem Reichstagsbrand, verabschiedeten "Notverordnung zum Schutze von Volk und Staat" wurden - in krasser Verkehrung des "Geistes von Weimar" - zahlreiche Grundrechte der Reichsverfassung außer Kraft gesetzt. Infolge der Notverordnung wurden sozialdemokratische Druckschriften verboten und zahlreiche SPD-Funktionäre in "Schutzhaft" genommen.
Auch das Gebäude des Parteivorstands in der Lindenstraße war nicht mehr sicher: "Am 6. und 7. März drangen SA in das Haus. Vertrieben R[eichs]B[anner] und bedrohten Crummenerl 5 und Hertz 6 mit Waffen, stahlen 180 Mk. aus den Taschen. Versuche, die Hakenkreuzfahne zu hissen, wurden durch die Polizei verhindert." 7 Der Plan, den Sitz des Vorstands nach München zu verlegen, um dort die weitere Entwicklung abzuwarten, zerschlug sich mit der Gleichschaltung Bayerns am 9. März. Vierzehn Tage später, am 23. März, nahm der Reichstag gegen die Stimmen der anwesenden 94 SPD-Abgeordneten - die übrigen SPD-Abgeordneten waren bereits verhaftet oder emigriert, die Reichstagsmandate der KPD durch die Reichsregierung annulliert - das "Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich", das sog. Ermächtigungsgesetz, an. In der Debatte erklärte Otto Wels für die SPD: "Vergeblich wird der Versuch bleiben, das Rad der Geschichte zurückzudrehen. [...] Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten. [...] Das Sozialistengesetz hat die Sozialdemokratie nicht vernichtet. Auch aus neuen Verfolgungen kann die deutsche Sozialdemokratie neue Kraft schöpfen." 8
Anstelle des geplanten Parteitags trat am 26. April 1933 in Berlin eine Reichskonferenz zusammen, auf der ein neuer Parteivorstand gewählt wurde. Auf seiner einzigen Plenartagung wurde der Beschluss gefasst, dass Otto Wels, Friedrich Stampfer 9 und Siegmund Crummenerl Berlin verlassen sollten, um im Ausland die illegale Arbeit vorzubereiten. Sie und die ebenfalls emigrierten Vorstandsmitglieder Hans Vogel 10, Paul Hertz und Erich Ollenhauer 11 konstituierten sich in Prag als Exilvorstand der SPD unter der Abkürzung Sopade. Auseinandersetzungen mit den in Deutschland verbliebenen SPD-Vorstandsmitgliedern über die Frage, ob die Sopade die politische Führung der Partei sei, erledigten sich am 22. Juni 1933 mit dem Verbot der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands durch die NS-Regierung.
Der Versuch der SA vom März 1933, die Gebäude des Parteivorstands zu besetzen, machte dem SPD-Vorstand schlagartig klar, welche Gefahr für die Parteimitglieder bestünde, falls die Registraturen der Parteiführung in die Hände der Nationalsozialisten fallen würden. Daher wurde umgehend mit der Vernichtung der Unterlagen, die zu keinem Zeitpunkt Bestandteil des Parteiarchivs waren, begonnen: "So sind einige von uns [...] 1, 2 Tage später auf demselben Wege in unsere Räume geschlichen. Wir haben alle Aktenordner usw. entleert, alles wurde in einem der hinteren Öfen verbrannt. Wir hatten nur Angst, daß die Rauchgase uns verraten würden. Es ist m.E. keine einzige Adresse zurückgebl[ieben]." 12 Andere Teile der Parteiakten wurden bei vertrauenswürdigen Genossen versteckt: "In Berlin wurde bei einem verhafteten Genossen [...] ein Teil des dort überlassenen Archivs beschlagnahmt. Dieser Teil stellt den Briefwechsel mit dem Oesterreicher Parteivorstand dar. Die Leiter der illegalen Organisationen sind jetzt sehr beunruhigt über das Schicksal der anderen Teile des Archivs, die sich an zwei Orten befinden, und bitten nun, dass man im Auslande entsprechende Maßnahmen trifft, um auch diese Teile des Archivs nach dem Auslande auszuführen." 13
Eine Gefährdung der Akten des Parteiarchivs sah der SPD-Vorstand zunächst nicht, da das Archiv ja unter Denkmalschutz stünde. 14 Erst im April 1933 wurde der Marx-Engels-Bestand aus den Räumen des Archivs entfernt und, nach Zwischenlagerung im Laden eines Tapezierers, bei einem Berliner Antiquar untergebracht. Nach Gesprächen des Sohnes von Rudolf Breitscheid, dem im Mai 1933 nach Dänemark emigrierten Gerhard Breitscheid 15, mit dem dänischen Sozialdemokraten Hans Hedtoft-Hansen 16 erklärte sich der Vorstand des Socialdemokratisk Forbund i Danmark bereit, das Marx-Engels-Archiv in seine Obhut zu nehmen. Daraufhin wurden die wertvollen Unterlagen nach Dänemark geschmuggelt, wo sie "wohlverpackt in zwei versiegelten Koffern" 17 im Safe der Arbejdernes Landsbank in Kopenhagen deponiert wurden. Darüber hinaus hatte Jonny Hinrichsen dem Parteiarchiv weitere Materialien entnommen und diese, in fünf Kisten verpackt, an einem sicheren Ort in Berlin deponiert. Hinrichsen gelang es schließlich Ende 1935, diese Kisten an das IISG in Amsterdam zu senden. 18
Die spektakulärste Rettungsaktion von Beständen des SPD-Archivs wurde Anfang Mai 1933 durchgeführt. Boris Souvarine 19, wissenschaftlicher Korrespondent des Moskauer Marx-Engels-Instituts in Paris, war von Nikolaevsky über die Gefahr, die den im Parteiarchiv verwahrten Archivalien der russischen Sozialdemokratie von Seiten der Nationalsozialisten drohte, unterrichtet worden. Es gelang ihm, den damaligen französischen Erziehungsminister Anatole de Monzie 20 für die Überführung dieser Unterlagen nach Frankreich zu gewinnen. Um eine legale Ausfuhr aus Deutschland sicherzustellen, kaufte der französische Staat die Russischen Archive zum Schein. Die Abwicklung der Angelegenheit, die unter größter Geheimhaltung vorgenommen wurde, lag in den Händen Nikolaevskys und der Französischen Botschaft in Berlin. Nach einigem Zögern erkannte der Parteivorstand der SPD die einmalige Chance, die sich ihm bot. Zwar bezog sich die Abmachung zwischen Souvarine und der französischen Regierung ausschließlich auf die russischen Materialen, als aber die Akten als Diplomatenpost deklariert nach Frankreich gingen, waren darunter wichtige Teile des Parteiarchivs versteckt. So konnte Nikolaevsky der Sopade in Prag Anfang 1934 mitteilen, dass er 114 Aktenmappen mit Briefen verschiedener Personen an Marx, Engels, Hess u.a., Mappen mit Fotos verschiedener Führer der sozialistischen Arbeiterbewegung sowie die Archive von Moses Hess und Hermann Jung 21 übernommen habe. "Ausserdem habe ich noch 76 Pakete genommen - von denen 17 mit dem Vermerk V. (Georg [von] Vol[l]mar) versehen sind, 15 mit dem Vermerk J.M. (Julius Motteler), 10 - W.H. (Wolfgang Heine 22), 14 A.S.R. (Arbeiter- [und] Soldaten-Rat), 12 E.B. (Eduard Bernstein), 4 Vers[chiedenes], 2 Bi (Bilder), 1 Br.Kat. (Brief-Katalog) und 1 S.D. (ein Komplekt des Züricher Sozial-Demokrat)". 23
Somit war ein großer Teil der Archivalien gerettet, als am 10. Mai 1933 das Vermögen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands beschlagnahmt und das Vorwärtshaus in der Lindenstrasse, in dem die sieben Räume von Archiv und Archivbibliothek untergebracht waren, besetzt wurde. Ein Jahr später sichteten Beamte des Geheimen Staatsarchivs, das die Bestände des Parteiarchivs danach übernahm, die versiegelten Räume und stellten fest: "a) In drei Geldschränken fanden sich zahlreiche Manuskripte, Mappen mit Zeitungsausschnitten und einige Korrespondenzen betr. sozialistische Probleme und Persönlichkeiten [...]. Es scheint, als ob man diese vergessen und wertvollere Bestandteile in der Zeit zwischen dem 30. Januar und der im Mai erfolgten Beschlagnahme des Vorwärtsgebäudes aus dem Archiv entfernt hat. [...] b) Im Raume No. 2 befanden sich Akten der Arbeiter- und Soldatenräte von 1918/19. c) An gleicher Stelle Akten der Lüneburger [?] Polizeibehörde, die offenbar auf unrechtmäßigem Wege in den Besitz der SPD gelangt sind. d) Dgl. ein allerdings überwiegend aus Drucksachen bestehender Nachlaß Molkenbuhrs 24. e) Auf den Schränken der Bibliothek der ziemlich umfangreiche schriftliche Nachlaß von Adolf Braun. [...] Die Bibliothek enthält vor allem als für uns wertvoll die Berliner sozialistischen Zeitungen, die ältesten Organe dieser Art, Wahrer Jakob 25 u.a., sowie eine Anzahl Zeitschriften: Sozialistische Monatshefte, Neue Zeit, Zukunft 26, Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Geschichtskalender. Ältere und neuere geschichtliche Literatur ist reichlich vertreten und manche Ergänzung unserer Bibliothek dadurch gegeben, darunter allerdings auch sehr viel Spreu, so daß es sich darum handeln muß, nur eine Auswahl zu treffen." 27 Weitere beschlagnahmte Unterlagen des sozialdemokratischen Parteiarchivs wurden dem Geheimen Staatsarchiv im September 1941 vom Berliner Polizeipräsidium übergeben. Darunter befanden sich: "1 Päckchen Drucksachen für das Mitglied des Reichstags August Bebel, 1887/88 [...], 1 Mappe Ebert 28 (Schriftwechsel und dergl.), 1 Mappe Noske 29 (Schriftwechsel und dergl.), 1 Mappe Wels (Schriftwechsel und dergl.) [...], 1 größere Nachlaßsammlung, Notizen, Aufzeichnungen, Konzepte, Schriftwechsel eines Friedrich Lessner 30 ohne besondere Ordnung." 31 Nach Auseinandersetzungen über den endgültigen Verbleib der Materialien wurden die Bestände der Bibliothek des SPD-Parteiarchivs größtenteils der Preußischen Staatsbibliothek, dem Institut für Staatsforschung an der Universität Berlin und dem Staatswissenschaftlich-Statistischen Seminar der Friedrichs-Wilhelm-Universität übergeben. 32 Die Masse der Archivalien wurde schließlich vom im Januar 1934 gegründeten Hauptarchiv der NSDAP übernommen.
Fussnote 1: Otto Wels in der Sitzung des SPD-Parteiausschusses am 14.3.1933, in. AdsD, Bestand Sopade/Emigration, Mappe 2. Otto Wels (1873-1939), von Beruf Tapezierer, 1891 Eintritt in die SPD, 1907-1918 SPD-Sekretär für Brandenburg, ab 1913 Mitglied des sozialdemokratischen Parteivorstandes, 1912-1933 Mitglied des Reichstags bzw. der Nationalversammlung, ab 1919 einer der Vorsitzenden der SPD, 1933 Exil in der CSR, ab 1938 in Frankreich.Zurück
Fussnote 2: Adolf Hitler (1889-1945).Zurück
Fussnote 3: Rudolf Breitscheid (1974-1944) von Beruf Volkswirt, ab 1903 Mitglied verschiedener linksliberaler Parteien, 1912 Eintritt in die SPD, 1917-1922 USPD, ab 1922 SPD, 1918/1919 Preußischer Innenminister, 1920-1933 Mitglied des Reichstags, 1931-1933 Mitglied des SPD-Parteivorstands, 1933 Emigration nach Frankreich, 1941 von den Vichy-Behörden an die Gestapo ausgeliefert, im Konzentrationslager Buchenwald bei einem Luftangriff ums Leben gekommen.Zurück
Fussnote 4: Sitzung des Parteiausschusses am 31. 1.1933, in: AdsD, Bestand Sopade/Emigration, a.a.O.Zurück
Fussnote 5: Siegmund Crummenerl (1892-1940), von Beruf Graveur, ab 1932 Hauptkassierer der SPD, 1933 Exil in der CSR, ab 1938 in Frankreich.Zurück
Fussnote 6: Paul Hertz (1888-1961), ab 1905 Mitglied der SPD, während des Ersten Weltkriegs Anschluss an die USPD, ab 1922 wieder SPD, 1920-1933 Mitglied des Reichstags, am 26.4.1933 Wahl in den Parteivorstand, 1933 Emigration in die CSR, 1938 nach Frankreich, 1939 in die USA, 1949 Rückkehr nach Deutschland, u.a. ab 1955 Berliner Senator für Wirtschaft und Kredit.Zurück
Fussnote 7: "Am 16. Juni [1933] in Prag nach Erinnerungen und Aufzeichnungen rekonstruiert" handschriftliche Aufzeichnungen von Otto Wels, in: AdsD, Bestand Otto Wels.Zurück
Fussnote 8: Verhandlungen des Reichstags. VIII. Wahlperiode 1933. Band 457, Berlin 1934, S. 33f.Zurück
Fussnote 9: Friedrich Stampfer (1874-1957), ab 1916 Chefredakteur des "Vorwärts" 1920-1933 Mitglied des Reichstags, ab 1925 Mitglied des SPD-Parteivorstands, 1933 Emigration in die CSR, 1938 nach Frankreich, 1940 in die USA, 1948 Rückkehr nach Deutschland, Dozent an der Akademie der Arbeit in Frankfurt/Main.Zurück
Fussnote 10: Hans Vogel (1881-1945), von Beruf Bildhauer, 1912-1918 Mitglied des Bayerischen Landtags, 1919-1933 Mitglied der Nationalversammlung, dann des Reichstags, seit 1927 Mitglied des Parteivorstands, ab 1931 einer der Vorsitzenden der SPD, 1933 Emigration in die CSR, 1938 nach Frankreich, 1940 nach Großbritannien.Zurück
Fussnote 11: Erich Ollenhauer (1901-1963), 1918 Eintritt in die SPD, 1923-1946 Sekretär der Sozialistischen Jugend-Internationale, 1928-1933 Vorsitzender der Sozialistischen Arbeiter-Jugend, seit April 1933 Mitglied des Parteivorstands, im selben Jahr Emigration in die CSR, 1938 nach Frankreich, 1940 nach Portugal, 1941 nach Großbritannien, 1946 Rückkehr nach Deutschland, ab 1946 stellvertretender und ab 1952 Vorsitzender der SPD, ab 1949 Mitglied des Bundestags, ab 1952 stellvertretender und 1963 Vorsitzender der Sozialistischen Internationale.Zurück
Fussnote 12: Schreiben Erna Ebner an Fritz Heine, 13.11.1993, in: AdsD, Bestand Fritz Heine, Archiv-Material, Verschiedenes III. Erna Ebner, seit 1926 Mitglied der SPD, bis 1933 Angestellte des SPD-Parteivorstands; Fritz Heine (1904-2002), seit 1922 SPD-Mitglied, 1925 Volontär, dann Mitarbeiter der Werbeabteilung beim SPD-Parteivorstand, 1933 Emigration in die CSR, 1937 nach Frankreich, 1938 in den Parteivorstand kooptiert, 1941 über Portugal nach Großbritannien, 1946 Rückkehr nach Deutschland, 1946-1958 Mitglied des SPD-Parteivorstands, 1958-1974 Geschäftsführer der Konzentration GmbH, Vorstandsmitglied der Friedrich-Ebert-Stiftung.Zurück
Fussnote 13: Schreiben Boris Nikolaevsky an Paul Hertz, 12.7.1934, in: AdsD, Bestand Paul Hertz (Mikrofilm).Zurück
Fussnote 14: Boris Nikolaevsky: Die Liquidation eines geistigen Nachlasses, in: Maria Hunink: De Papieren van de Revolutie. Het Internationaal Instituut voor Sociale Geschiedenis 1935-1947, Amsterdam 1986, S. 54.Zurück
Fussnote 15: Gerhard Breitscheid (geb. 1903), von Beruf Versicherungskaufmann.Zurück
Fussnote 16: Hans Hedtoft-Hansen (1903-1955), von Beruf Buchdrucker, seit 1929 im Vorstand, seit 1939 Parteivorsitzender des Socialdemokratisk Forbund i Danmark, 1947-1950 und 1953-1955 dänischer Ministerpräsident.Zurück
Fussnote 17: Schreiben Raloff an Crummenerl, 23.2.1934, in: AdsD, Bestand Sopade/Emigration, Mappe 89. Karl Raloff (1899-1976), von Beruf Anwaltsgehilfe, seit 1917 SPD-Mitglied, ab 1932 Mitglied des Reichstags, 1933 Flucht nach Dänemark, 1940 nach Schweden, 1945 Rückkehr nach Dänemark, 1952-1965 Presseattach&eacut; der Deutschen Botschaft in Kopenhagen.Zurück
Fussnote 18:Crummenerl an Nikolaevsky, 3.2.1936, in: AdsD, Bestand Sopade/Emigration, Mappe 78. Eine Liste der Archivalien ist abgedruckt in: Paul Mayer, a.a.O., S. 162ff.Zurück
Fussnote 19: Boris Souvarine (1895-1984), Schriftsteller und Journalist, führendes Mitglied der Kommunistischen Partei Frankreichs und deren Vertreter bei der Komintern, 1924 Parteiausschluß 1929 Abkehr vom Kommunismus, 1936-1940 Mitarbeiter der Pariser Filiale des IISG, 1941-1947 Exil in den USA, 1947 Rückkehr nach Frankreich.Zurück
Fussnote 20: Anatole de Monzie (1876-1947), 1925-1926 französischer Finanzminister und Minister für Öffentliche Arbeiten, 1932-1934 Erziehungsminister.Zurück
Fussnote 21: Hermann Jung (1830-1901), von Beruf Uhrmacher, Schweizer Sozialist, Mitglied des Generalrats der Internationalen Arbeiter-Assoziation.Zurück
Fussnote 22: Wolfgang Heine (1861-1944), von Beruf Rechtsanwalt, seit 1884 SPD-Mitglied, 1898-1920 Mitglied des Reichstags bzw. der Nationalversammlung, 1918 Preußischer Justizminister, 1919-1920 Preußischer Innenminister, 1933 Emigration in die Schweiz.Zurück
Fussnote 23: Schreiben Nikolaevsky an Hertz, 19.1.1934, in: AdsD, Bestand Paul Hertz (Mikrofilm).Zurück
Fussnote 24: Hermann Molkenbuhr (1851-1927); von Beruf Zigarrenmacher, 1872-1875 Mitglied des ADAV, 1875 der SAPD, 1881 Emigration in die USA, 1884 Rückkehr nach Deutschland, ab 1904 Mitglied des SPD-Parteivorstands, 1890-1924 Mitglied des Reichstags bzw. der Nationalversammlung.Zurück
Fussnote 25: Untertitel: Illustriertes humoristisch-satirisches Wochenblatt, Stuttgart 1884-1923.Zurück
Fussnote 26: Untertitel: Socialistische Revue, Berlin 1877-1878.Zurück
Fussnote 27: Vermerk vom 16.5.1934, in: Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, Berlin, Bestand GSTA PK, I. HA Rep. 178 Archivbehörden, B 1.1. Geh. Staatsarchiv, Nr. 922 Archive der politischen Parteien und Verbände (Sicherung und Übernahme in das Geh. Staatsarchiv). Vol. 2, 1933-1939.Zurück
Fussnote 28: Friedrich Ebert (1871-1925), von Beruf Sattler, 1889 Beitritt zur Sozialdemokratie, ab 1905 Mitglied des SPD-Parteivorstands, 1913-1919 einer der beiden Parteivorsitzenden, 1912-1918 Mitglied des Reichstag, 1919 der Nationalversammlung, 1918/19 Vorsitzender des Rats der Volksbeauftragten, 1919-1925 Reichspräsident.Zurück
Fussnote 29: Gustav Noske (1868-1946), von Beruf Korbmacher, 1884 Beitritt zur Sozialdemokratie, 1897-1918 Redakteur an sozialdemokratischen Zeitungen, 1906-1918 Mitglied des Reichstags, 1919 der Nationalversammlung, 1918/19 Mitglied des Rats der Volksbeauftragten, 1919-1920 Reichswehrminister, 1920-1933 Oberpräsident der Provinz Hannover, nach dem Attentat vom 20.Juli 1944 inhaftiert.Zurück
Fussnote 30: Friedrich Lessner (1853-1910), Mitglied des Generalrats der Internationalen Arbeiter-Assoziation.Zurück
Fussnote 31: Schreiben Der Polizeipräsident in Berlin, Abteilung I (W), Justitiar-Abwicklungsstelle der ehemaligen Konzentration AG an das Preußische Geheime Staatsarchiv, 23.9.1941, in: Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, Berlin, Bestand GSTA PK, I. HA Rep. 178 Archivbehörden, B 1.1. Geh. Staatsarchiv, Nr. 923 Archive der politischen Parteien und Verbände, Vol. 3, 1940-1945.Zurück
Fussnote 32: Siehe: Die Bibliotheken von Karl Marx und Friedrich Engels. Annotiertes Verzeichnis des ermittelten Bestandes. Bearb. von Hans-Dieter Harstick [u.a.], Berlin 1919, S. 65ff. (MEGA, Vierte Abteilung, Vorauspublikation zu Band 32). Zurück


