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Aktenüberlieferungen aus der Zeit der Weimarer Republik - Carl Severing

Biographisches zu Carl Severing

Portrait Carl Severing

Carl Severing lebte von 1875 - 1952. Der gelernte Schlosser war zunächst Geschäftsführer des Bielefelder Metallarbeiterverbandes und Redakteur der Bielefelder "Volkswacht". 1918 spielte er eine führende Rolle im Bielefelder Arbeiter- und Soldatenrat. Severing wurde für die SPD in die Verfassunggebende Deutsche Nationalversammlung und dann als Abgeordneter in den Reichstag gewählt. Weitere Stationen seiner politischen Laufbahn waren: 1919 Reichs- und Staatskommissar für das Ruhrgebiet, März 1920 - Oktober 1926 (mit kurzer Unterbrechung) preußischer Innenminister, 1928 - 1930 Reichsinnenminister und ab Oktober 1930 nochmals preußischer Innenminister. In diesen Funktionen bemühte er sich, u.a. durch Reorganisation der Polizei und personelle Erneuerung des Bamtenapparats zur Festigung der Republik beizutragen. Durch seine Maßnahmen zur Abwehr rechts- und linksextremer Gefahren für die Republik stand er jahrelang im Mittelpunkt heftiger Angriffe von radikalen Parteien und Gruppen. Am 20. Juli 1932 wurde er durch Papens "Preußenschlag" seines Amtes enthoben. Die Zeit der NS-Diktatur verbrachte er in Bielefeld, wo er nach 1945 auch wieder politisch aktiv wurde. 1946 - 1948 war er Chefredakteur der Bielefelder "Freien Presse", und fungierte als Berater der Militärregierung. 1947 zog er in den nordrhein-westfälischen Landtag ein.

Der Nachlaß Carl Severing im AdsD

Der Nachlaß umfaßt ca. 2,7 Meter. Er enthält Aufzeichnungen, Korrespondenz und Presseausschnitte. Durch ein Personenregister ist das Findbuch detailliert erschlossen. Das Material belegt vor allem seine Tätigkeit als Reichs- und Staatskommissar im Ruhrgebiet, als Innenminister und Schlichter bei Arbeitskonflikten sowie seine Auseinandersetzungen mit separatistischen Bewegungen, "nationalen" Verbänden, Freikorps und illegalen Aufrüstungsbemühungen. Darüber hinaus finden sich Hinweise auf seine Tätigkeit als Reichstags- und Landtagsabgeordneter, sowie seine publizistische Tätigkeit. Die Laufzeit der 332 Signaturen ist 1896 - 1952.