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Aktenüberlieferungen aus der Zeit der Weimarer Republik - Kurt Löwenstein

Biographisches zu Kurt Löwenstein

Portrait Kurt Löwenstein

Kurt Löwenstein lebte von 1885 - 1939. Der Publizist war bis 1933 Reichstagsabgeordneter zunächst der USPD dann der SPD. Seit 1920 saß er im Stadtparlament von Groß-Berlin. 1921 wurde Löwenstein in Berlin-Neukölln Stadtrat für Volksbildungswesen. Löwenstein, der sich insbesondere für die weltliche Schule und die Arbeiterbildung einsetzte, schuf zahlreiche modellhafte Einrichtungen im Bildungswesen (Arbeiter-Abiturientenkurse). 1924 wurde er 1. Vorsitzender der Reicharbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde, einer Organisation, die u.a. durch die Organisation von "Kinderrepubliken" versuchte, Forderungen nach Gleichheit und Demokratie in den Erziehungsprozeß einzubringen. Löwenstein war ferner Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Lehrer und Lehrerinnen, Mitglied im Vorstand des sozialistischen Kulturbundes und Vizepräsident der Sozialistischen Erziehungs-Internationale. 1933 entkam er einem Mordanschlag der Nationalsozialisten und flüchtete ins Ausland, zunächst in die Tschechoslowakei, dann nach Frankreich.

Der Nachlaß Kurt Löwenstein im AdsD

Der Nachlaß umfaßt ca. 8 Meter. Er ist durch ein ausführliches Findbuch mit Personen- sowie Vereins- und Institutionenregister erschlossen. Der Bestand enthält neben dem umfangreichen publizistischen Werk des Nachlassers (Broschüren, Artikel, Flugblätter), das sich vor allem auf Erziehungs- und Bildungsfragen bezieht, Korrespondenz aus den Jahren 1933 - 1935 mit deutschen Emigranten und internationalen Organisationen. Der Nachlaß umfaßt ferner Materialien zur Reichsarbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde, zur Sozialistischen Erziehungs-Internationale sowie zu anderen Organisationen. Die 191 Signaturen haben eine Laufzeit von 1905 - 1939.