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Aktenüberlieferungen aus der Zeit der Weimarer Republik - Paul Levi

Biographisches zu Paul Levi

Portraitfoto Paul LeviDer Rechtsanwalt, Politiker und Reichstagsabgeordnete Paul Levi (1883 - 1930) zählte zu den bekanntesten Vertretern der politischen Linken in Deutschland. 1914 verteidigte er Rosa Luxemburg wegen antimilitaristischer Äußerungen vor Gericht. Der entschiedene Kriegsgegner stand auf dem linken Flügel der SPD. Während des Ersten Weltkriegs schloß er sich der Spartakusgruppe an. Mit Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht gehörte er zu den Gründern der KPD, deren Vorsitzender er ab März 1919 wurde. Nach Konflikten mit der Komintern und Ablehnung der putschistischen Taktik der Kommunisten bei den Märzunruhen 1921 wurde er aus der KPD ausgeschlossen. Über die USPD kehrte er nach der Vereinigung von USPD und MSPD 1922 in die SPD zurück.

Levi, der auch eine eigene Korrespondenz, die "Sozialistische Politik und Wirtschaft", herausgab, trat als Führer des linken Flügels der SPD für einen politischen Weg zwischen Kapitalismus und Kommunismus ein. Als Anwalt trat er in mehreren aufsehenerregenden Prozessen hervor, u.a. in einem Prozeß des Kriegsgerichtsrat Jorns, der die Mörder Rosa Luxemburgs vor Strafverfolgung geschützt hatte.

Der Nachlaß Paul Levi im AdsD

Die 439 Signaturen im Nachlaß Levi umfassen 17,6 Meter und haben eine Laufzeit von 1884 - 1930.
Der Bestand ist durch ein detailliertes Findbuch mit Personenregister erschlossen. Kernstück des Bestandes ist die persönliche Korrespondenz Levis, darunter Briefe von Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht, Clara Zetkin und Max Sievers. Umfangreiches Aktenmaterial liegt zu den Themenbereichen Arbeiter- und Soldatenräte, KPD, SPD, Komintern und Fürstenabfindung vor. Weiter Materialien zu verschiedenen Prozessen Levis. Ergänzt wird der Bestand durch zahlreiche persönliche Dokumente und Manuskripte Levis sowie durch umfangreiche Materialsammlungen.