Download-Ausstellung Frauen im Aufbruch - Politische Plakate
1945/49 Trauer und Neuanfang
Nach der Befreiung vom Nationalsozialismus war die deutsche Nachkriegsgesellschaft stark weiblich geprägt: Frauen bildeten nicht nur die Mehrzahl, sie waren bereits während des Zweiten Weltkriegs auch in den zuvor von Männern dominierten Bereich der Arbeit eingedrungen. Dies wurde zunächst nicht thematisiert. Stattdessen schlug sich die Erfahrung des Kriegs, wie auch schon nach dem Ersten Weltkrieg, in einer besonders moralischen Ansprache der Frauen nieder. Sie erschienen auf den Plakaten als trauernde Mütter, als Erinnerung an eine schlimme Vergangenheit, aber auch als besonders verantwortliche Trägerinnen einer friedvollen Zukunft. Zugleich wurden sie an ihre unterschiedlichen Rollen in der Gesellschaft erinnert, wenn Sie als Hüterin der Familie, als Frau an der Seite eines Mannes oder in Einzelfällen auch als arbeitende Frau angesprochen wurden. Während in den ersten Jahren noch die Bezüge zu Nationalsozialismus und Krieg stark vorhanden waren, wurden schließlich die Themen immer gegenwartsbezogener und auch stärker zukunftsgerichtet gesetzt, bis hin zur Versinnbildlichung der gesellschaftlichen Zukunft in Form einer pausbäckigen glücklichen Frau. Die Ausrichtung scheint dabei stark regional unterschiedlich gewesen zu sein. In dem Maße, wie junge Leute als fröhlich in die Zukunft blickende Menschen dargestellt wurden, verloren die politischen Plakate ihre auf moralische Verantwortung und Besserung zielende, durch den Vergangenheitsbezug negativ erscheinende politische Ausstrahlung. Gleichzeitig verlassen die Plakate ihre bis dahin übliche Darstellungsform der Zeichnung kaum und wenden sich nur selten ‚neuen’ Darstellungsweisen wie der Fotografie zu.
"GENUG - Wählt SPD"
Gestaltung: Achim Bocksboy
Druck/Verlag: Gebrüder Sülter, Hamburg
Format des Originals: 33 x 43 cm
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"Erster Mai...Sozialdemokratische Partei Deutschlands"
Gestaltung: O. Warnke
Druck/Verlag: Fritz Wartenberg, Hamburg
Format des Originals: 42 x 59 cm
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"Die Frau war bis 1918 ohne politische Rechte. Die SPD gab ihr gegen den Willen der anderen Parteien das Wahlrecht. Die Frau nützte dieses Recht des freien Staatsbürgers stets zu ihrem Schaden... Die Frau wählt SPD"
Druck/Verlag: Carl v.d. Linnepe, Lüdenscheid
Format des Originals: 43 x 60 cm
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"Kandidat: Anna Haag. Mutterkreuz. Eisernes Kreuz. Ritterkreuz. Todeskreuz. Das waren die Stationen des Wahnsinns! Denkt daran, ihr Frauen. Wählt Sozialdemokraten"
Gestaltung: Buchdruckerei Ernst Klett
Druck/Verlag: E. Schreiber; Graphische Kunstanstalten, Stuttgart
Format des Originals: 43 x 61 cm
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"Die Frau als Hüterin der christlichen Familie wählt CDU"
Format des Originals: DIN A3
Mit freundlicher Genehmigung der Konrad-Adenauer-Stiftung, Sankt Augustin
http://www.kas.de/wf/de/71.5707
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"Gleiches Recht für Mann und Frau! - SPD"
Format des Originals: 30 x 42 cm
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"Die berufstätige Frau wählt SPD Liste 1"
Gestaltung: G. Krauskopf
Druck/Verlag: Otto Flieger, Berlin-Friedenau
Format des Originals: 59 x 83 cm
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"Frauen und Mütter! - Behütet den Frieden für eure Kinder! - Wählt SED - Liste 1 "
Format des Originals: 59 x 84 cm
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"Frauen stimmt für den Frieden, für eine glückliche Zukunft eurer Kinder - wählt Liste 5 - Kommunaler Frauenausschuß"
Druck/Verlag: Brinkmann, Dresden
Format des Originals: 42 x 59 cm
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"Gerechter Lohn durch Sozialisierung! Darum Sozialdemokraten"
Druck/Verlag: Adolf Rettberg, Luhdorf über Winsen (Luhe)
Format des Originals: 29 x 42 cm
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"SPD - gleichberechtigt nur durch die Sozialdemokratie"
Gestaltung: Charkes Kiesel, Flöter (Foto)
Format des Originals: 30 x 43 cm
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