Das Layout dieser Seite wird mit CSS umgesetzt. Wenn Sie diesen Hinweis sehen, kann Ihr Browser CSS nicht darstellen.
Die Seite bleibt trotzdem voll funktionsfähig.
Hier finden Sie einen standard-konformen Browser: www.mozilla.org.
FES / AdsD / Ausstellungen / Ausstellungseröffnungen

Eröffnung von Ausstellungen aus dem AdsD

Ausstellung "Nein zu Hitler! "
Sozialdemokratie und Freie Gewerkschaften in Verfolgung, Widerstand und Exil 1933-1945
Non à Hitler!
La résistance du mouvement ouvrier et des syndicats allemands entre 1933 et 1945

„Nein zu Hitler“ – Unter diesem Titel hat das Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung eine Ausstellung entwickelt, die an den sozialdemokratischen und gewerkschaftlichen Widerstand, aber auch die Verfolgungen, denen Sozialdemokraten und Gewerkschaften im „Dritten Reich“ ausgesetzt waren, erinnert.

Im Mittelpunkt steht dabei der Widerstand deutscher Gewerkschafter und Sozialdemokraten gegen die NSDAP-Diktatur und ihr Eintreten für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte – oder wie es der SPD-Parteivorsitzende Otto Wels in seiner Rede gegen das nationalsozialistische „Ermächtigungsgesetz“ am 23. März 1933 formulierte: „Wir deutschen Sozialdemokraten bekennen uns in dieser geschichtlichen Stunde feierlich zu den Grundsätzen der Menschlichkeit und der Gerechtigkeit, der Freiheit und des Sozialismus.“

Mit der Übersetzung der Ausstellung in das Französische und ihrer Präsentation an französischen Schulen soll nicht nur die Erinnerung an diesen Widerstand wachgehalten werden, sondern auch einen Beitrag zum zukünftigen deutsch-französischen Verhältnis geleistet werden. Weit mehr noch als in Deutschland selbst hat der Nationalsozialismus in den während des Zweiten Weltkrieges besetzten Ländern Schrecken und menschliches Leid verursacht. Siebzig Jahre nach dem deutschen Überfall auf Frankreich im Mai 1940 und der darauf folgenden Besetzung des Landes wollen wir mit dieser Ausstellung zeigen, dass es auch ein anderes Deutschland gab - ein Deutschland, das auch um den Preis des eigenen Lebens gegen die Nationalsozialisten und ihre unmenschliche Ideologie Widerstand geleistet hat.

Gerade heute ist eine solche Ausstellung besonders wichtig, befinden wir uns doch mitten in einem Generationswechsel: Die Generationen, die selbst noch den zweiten Weltkrieg erlebt haben oder deren Eltern noch unmittelbar darüber berichten konnten, treten zurück. Für die Jungen liegt dieser Abschnitt der deutschen und europäischen Geschichte so weit zurück, dass sie keine persönlichen Bezüge dazu mehr haben. Die jungen Menschen von heute halten ihre Freiheiten und Rechte schon für selbstverständlich,. Gerade deshalb müssen wir ihnen die Erfahrungen der Vergangenheit vermitteln. Freiheit, Menschenrechte und Frieden in Europa sind prekäre Güter, sehr schutzbedürftig; sie erhalten sich nicht von selbst, sondern müssen „gelebt“, genutzt, immer wieder neu gestiftet werden.

In diesem Zusammenhang soll besonders unserem französischen Partner CIDEM gedankt werden, ohne dessen Hilfe diese Ausstellung nicht hätte realisiert werden können.