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FES / AdsD / Ausstellungen / Finissage

Ausstellungen aus dem AdsD

"Die Last der ungesagten Worte - Die Tagebücher von Friedrich Kellner 1938/39-1945"
Finissage der Austellung am 23.02.2010 in Bonn

Friedrich Kellner (1885-1970) war ein typischer Sozialdemokrat, der sich nach dem Ersten Weltkrieg entschloss, an der Basis für die junge Demokratie zu kämpfen. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde seine politische und private Lebenswelt zerschlagen.
Kellner wählte eine besondere, stille Form des Protests gegen das Regime. Er schrieb in den Jahren 1938/39 bis 1945 ein geheimes Tagebuch, um nachfolgende Generationen über das wahre Gesicht des Nationalsozialismus aufzuklären.
Die Ausstellung „Die Last der ungesagten Worte“ zeigte die Tagebücher Friedrich Kellners 1938/39 im Original, führte duch Stationen seines Lebens und bettete diese in den zeitgeschichtlichen Hintergrund ein. Sie wurde anlässlich der Mitgliederversammlung der Friedrich-Ebert-Stiftung am 14. Dezember 2009 in Berlin von der Leiterin des Archivs der sozialen Demokratie Dr. Anja Kruke eröffnet und durch einenVortrag mit dem Titel „Chronist der Verblendung. Friedrich Kellners Tagebücher“ von Dr. Markus Roth (Forschungsstelle für Holocaustliteratur der Universität Gießen) bereichert. Vom 15. Januar bis zum 23. Feburuar 2010 war die Ausstellung in Bonn zu sehen. Anlässlich der Finissage, die vomVerein Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V./ Regionalgruppe Mittelrhein unterstützt wurde, diskutierte Prof. Michael Schneider (Seminar für Politikwissenschaft und Soziologie der Universität Bonn) die Frage „Politischer Widerstand? Dissens im Alltag des „Dritten Reichs“.
Die Tagebücher stammen aus dem Privatbesitz von Dr. Robert Scott Kellner aus Texas und wurden für die Ausstellung entliehen. Für die Konzeption und den Inhalt waren Dr. Anja Kruke als Herausgeberin und Dr. Ursula Bitzegeio als Kuratorin verantwortlich. Die Ausstellung wurde im Bereich Public History des AdsD erarbeitet und umgesetzt.
Die Vorträge von Markus Roth und Michael Schneider werden als Broschüre des Gesprächskreises Geschichte, herausgegeben von der Friedrich-Ebert-Stiftung, gedruckt und sind bestellbar unter:
Friedrich-Ebert-Stiftung
Ingrid Nordemann
Godesberger Allee 149
53175 Bonn
Ingrid.Nordemann@fes.de

Die Ausstellung zeigte die Tagebücher Friedrich Kellners im Original, führte durch die Stationen seines Lebens und bettete diese in den zeitgeschichtlichen Hintergrund ein.