Eröffnung von Ausstellungen aus dem AdsD
Bernhard Heisig. Menschenbilder. Lithographien 1970 – 2000
Ausstellungseröffnung am 05.05.2010 in Bonn
Am 5. Mai 2010 wurde die Ausstellung Bernhard Heisig. Menschenbilder. Lithographien 1970 – 2000 in der Friedrich-Ebert-Stiftung eröffnet.
Der Maler Bernhard Heisig verkörpert wie kaum ein anderer Vertreter der zeitgenössischen Kunst die wechselhafte deutsche Geschichte.
Als einer der Protagonisten der ‚Leipziger Schule’ wandte sich der ehemalige Kriegsteilnehmer gegen Krieg und Nationalsozialismus. Als SED-Mitglied und Hochschulrektor brach er mit der Doktrin des Sozialistischen Realismus und der Kulturpolitik des ‚Bitterfelder Weges’.
Insbesondere durch seine Teilnahme an der ‚documenta 6’ in Kassel wirkte er ab den 1970er Jahren auch auf die bundesdeutsche Kunst ein.
Bis heute ist er ein umstrittener und streitbarer Künstler geblieben, der durch seine Werke unseren Blick auf den Menschen in seinem sozialen Umfeld richtet. Dabei beziehen seine Bilder ihre Energie aus einer dramatisch erlebten Sozial- und Zeitgeschichte. Von dieser Energie zeugen seine künstlerischen Interpretationen historischer und politischer Ereignisse wie auch seine Portraits und Buchillustrationen.
Die Ausstellung endet am 2. Juli 2010 und ist vom 15.Juli bis zum 25. August 2010 in der FES in Berlin zu sehen.
