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Das Seliger-Archiv im AdsD

Im Jahre 1989 entschloß sich die "Seliger-Gemeinde" (SG), die "Gesinnungsgemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten" als Nachfolgeorganisation der früheren Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik (DSAP), ihr historisches Archiv, das "Seliger-Archiv" in Stuttgart, der Friedrich-Ebert-Stiftung zur weiteren Betreuung zu übergeben.

Dieser Bestand umfaßt neben einer umfangreichen Bibliothek ca. 180 lfm. Schriftgut, welches nach 1938/39 und dann vor allem nach 1945 zusammengetragen wurde. Frühere Unterlagen der DSAP müssen weitgehend als verschollen gelten; allerdings befinden sich einige Reste in Tschechien und im Internationalen Institut für Sozialgeschichte zu Amsterdam. Der Schwerpunkt der im AdsD befindlichen Sammlung liegt vornehmlich nach 1945 und ist - neben Organisationsakten der "Seliger-Gemeinde", sudetendeutschen Flüchtlingshilfsorganisationen nach 1945 sowie Unterlagen der verschiedenen Emigrantengruppen in Ausland ([DSAP/SG-]Treuegemeinschaften in England, Skandinavien, Kanada) sowie etlichen größeren Nachlässen (u.a. Adolf Hasenöhrl, Wenzel Jaksch [Teil-Nl], Franz Macoun, Ernst Paul, Richard Reitzner, Heinrich Stranka) und persönlichen Sammlungen (Roman Wirkner, Emil Werner) - eher als Dokumentation zu Personen, Geschichte und Problemen der sudetendeutschen Sozialdemokratie vor und nach 1945 anzusehen. Angereichert ist der Bestand durch eine Vielzahl von Kleinst- und Splitternachlässen .