Johannes Rau
Johannes Rau wäre am 16. Januar 2011 80 Jahre alt geworden.
Ihm zu Ehren organisierte das Archiv der sozialen Demokratie eine Festveranstaltung.
Vorankündigungen
Gesprächskreis Geschichte
Gewerkschaftliche Solidarität im Einigungsprozess
Der Aufbau freier Gewerkschaften in der DDR 1989/90
Ausstellungseröffnung
Josua Reichert. Work in Progress
Ausstellungseröffnung
Frauen im Aufbruch Politische Plakate im Wandel der Zeit
Ausstellungseinladung
Nein zu Hitler
Sozialdemokratie und Freie Gewerkschaften in Verfolgung, Widerstand und Exil 1933–1945
Detmold
Finissage zur Ausstellung
Hans-Jochen Vogel zum Geburtstag
Aktuelles
Nachklang Gesprächskreis Geschichte
„Blick zurück auf die ,gute, alte Zeit‘?
Das sozialdemokratische Jahrzehnt 1969-1982"
19. April 2012, Bonn
Ist ein Blick auf die Jahre 1969-1982 ein Blick zurück auf die ,gute, alte Zeit‘? Diese Frage, die anlässlich der Buchpräsentation „Das sozialdemokratische Jahrzehnt“ gestellt wurde, stieß auf reges Interesse.
Nachklang „Gewerkschaftliche Solidarität im Einigungsprozess – Der Aufbau freier Gewerkschaften in der DDR 1989/90", 7. März 2012, Bonn
Die Leiterin des Archivs der sozialen Demokratie, Dr. Anja Kruke, eröffnete der Vortragsveranstaltung mit Podiumsdiskussion zur jüngsten Gewerkschaftsgeschichte, ordnete sie in die gewerkschaftsgeschichtlichen Aktivitäten des Archivs ein und betonte, dass die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Aufbaus freier Gewerkschaften in der DDR neue Aspekte für die Geschichtsschreibung des Vereinigungsprozesses liefere.
Vor 100 Jahren...
Heinz Kühn geboren
„Wer Köln nicht gesehen hat, hat Deutschland nicht gesehen“ – Am 18. Februar 1912 wurde in der Domstadt am Rhein Heinz Kühn geboren. Die Stadt und deren Arbeitermilieu prägten den Sohn eines Tischlers schon in jungen Jahren. Inspiriert durch seinen in Sozialdemokratie und Gewerkschaft aktiven Vater und kritisch beäugt von seiner streng katholischen Mutter engagierte sich Kühn während der Schulzeit bei der SPD-Jugendorganisation „Rote Falken“ und anschließend bei der „Sozialistischen Arbeiter-Jugend“. Im Alter von 18 Jahren trat er der SPD bei.
Vor 90 Jahren...
Luise Zietz gestorben
Luise Zietz (geb. Körner) starb am 27. Januar 1922 mit 56 Jahren. Einen Tag zuvor hatte sie an einer Debatte über Reparationszahlungen im Reichstag teilgenommen und einen Herzinfarkt erlitten. Luise Körner war am 25. März 1865 als Tochter einer armen Weberfamilie im holsteinischen Dorf Bargteheide, etwa 30 Kilometer von Hamburg gelegen, zur Welt gekommen. Um die bald schon sechsköpfige Familie ernähren zu können musste Luise als Älteste unter ihren Geschwistern bereits mit neun Jahren spinnen und Wolle ausliefern.
Download Frauen im Aufbruch - Politische Plakate
Diese Plakatausstellung zeigt die Werbung um die politische Beteiligung der Frauen in den drei wichtigen demokratischen politischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts.
Allgemeine Wahlaufrufe stehen dabei neben Werbeplakaten für verschiedene Parteien und Vereinigungen.
Download-Galerie Frauen im Aufbruch
Vor 40 Jahren...
Betriebsverfassungsgesetz 1972
Nachdem in der Nachkriegszeit die Mitbestimmung in der Montanindustrie zwischen Gewerkschaften und Unternehmen ausgehandelt und durch alliiertes Recht kodifiziert worden war und im Jahr 1951 ihre bundesdeutsche gesetzliche Festschreibung erkämpft werden konnte, war die Verabschiedung des Betriebsverfassungsgesetzes 1952 für die DGB-Gewerkschaften eine Niederlage, denn die paritätische Besetzung der Aufsichtsräte konnte nicht über den Montansektor ausgedehnt werden.
Die DGB-Gewerkschaften diskutierten verstärkt seit Mitte der sechziger Jahre über Mitbestimmung und eine Reform des Betriebsverfassungsgesetzes.
Vor 100 Jahren...
SPD bei Reichstagswahlen erstmals stärkste Partei
„Die Grundlage der Demokratie ist die Volkssouveränität und nicht die Herrschaftsgewalt eines obrigkeitlichen Staates. Nicht der Bürger steht im Gehorsamverhältnis zur Regierung, sondern die Regierung ist dem Bürger im Rahmen der Gesetze verantwortlich für ihr Handeln. Der Bürger hat das Recht und die Pflicht, die Regierung zur Ordnung zu rufen, wenn er glaubt, dass sie demokratische Rechte missachtet.“ Dieser Ausspruch Gustav Heinemanns hat gerade heute nichts von seiner Aktualität verloren. Umso wichtiger scheint es daher, sich den ersten sozialdemokratischen Bundespräsidenten zu seinem 35. Todestag am 07. Juli 1976 in Erinnerung zu rufen.
Nachklang Gesprächskreis Geschichte: Karl Christian Führer „Carl Legien (1861-1920) – Drei Gründe, warum der Gewerkschafter es verdient hat, erinnert zu werden“
Aus Anlass des 150. Geburtstags des Vorsitzenden der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands und ersten Vorsitzenden des ADGB, Carl Legien, luden das Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Bezirk Berlin-Brandenburg des Deutschen Gewerkschaftsbundes zu einem gut besuchten Gesprächskreis Geschichte nach Berlin ein, bei dem der Historiker Prof. Dr. Karl Christian Führer pointiert „drei Gründe, warum der Gewerkschafter Carl Legien es verdient hat, erinnert zu werden“ in seinem Vortrag präsentierte.
Nachklang Gesprächskreis Geschichte: Macht und Moral? - Die Herausforderung der Menschenrechte in der Außenpolitik
Große Resonanz fand die Veranstaltung anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Zuerkennung des Friedensnobelpreises an Willy Brandt, im Haus 1 der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin, zu der der Gesprächskreis Geschichte eingeladen hatte. Nach Begrüßung durch Dr. Roland Schmidt und Einführungsrede von Wolfgang Thierse wurde vor dem Hintergrund von Brandts europäischer Friedenspolitik eine spannende Diskussion zu moralischem Anspruch und Realität der Außenpolitik geführt.
Vor 35 Jahren...
Gustav Heinemann gestorben
„Die Grundlage der Demokratie ist die Volkssouveränität und nicht die Herrschaftsgewalt eines obrigkeitlichen Staates. Nicht der Bürger steht im Gehorsamverhältnis zur Regierung, sondern die Regierung ist dem Bürger im Rahmen der Gesetze verantwortlich für ihr Handeln. Der Bürger hat das Recht und die Pflicht, die Regierung zur Ordnung zu rufen, wenn er glaubt, dass sie demokratische Rechte missachtet.“ Dieser Ausspruch Gustav Heinemanns hat gerade heute nichts von seiner Aktualität verloren. Umso wichtiger scheint es daher, sich den ersten sozialdemokratischen Bundespräsidenten zu seinem 35. Todestag am 07. Juli 1976 in Erinnerung zu rufen.
Prof. Dr. Klaus Tenfelde gestorben
Das Archiv der sozialen Demokratie trauert um seinen langjährigen Freund und Berater.
Der Historiker wurde am 29. März 1944 geboren, machte nach einer bergmännischen Lehre sein Abitur auf dem zweiten Bildungsweg und studierte anschließend in Münster Geschichte und Germanistik. Er promovierte mit einer viel beachteten Arbeit über die „Sozialgeschichte der Bergarbeiterschaft an der Ruhr im 19. Jahrhundert". 1981 habilitierte er sich an der Universität München mit einer Arbeit zum Thema „Proletarische Provinz. Radikalismus und Widerstand in Penzberg/Oberbayern 1900 bis 1945”.
Klaus Tenfelde forschte auf dem Gebiet der deutschen und europäischen Arbeiterbewegung und initiierte 1998 die Gründung der „Stiftung Bibliothek des Ruhrgebietes”, die sich vor allem dem Erhalt und der Zugänglichkeit der wertvollen Bibliotheks- und Archivbestände aus dem Montanbereich zum Ziel gesetzt hat.
Er veröffentlichte zahlreiche Werke zur deutschen Sozialgeschichte und zur Ruhrgebietsgeschichte, war Mitglied in wichtigen Beiräten (u.a. Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland), fungierte als Herausgeber von Zeitschriften („Geschichte und Gesellschaft”) und betreute als akademischer Lehrer zahlreiche grundlegende Doktorarbeiten.
Wir werden ihn stets in ehrenvoller Erinnerung behalten.
Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung
Nachklang Gesprächskreis Geschichte: MUSIKALISCHEN ABEND - Bettina Hitzer /„stimmt so – Chortheater Köln"
"Wann wir schreiten Seit’ an Seit…und die alten Lieder singen“
Diese Textzeile illustriert, wie gemeinsames Liedgut den Zusammenhalt der Arbeiterbewegung stärkte.
Nach einer Einführung von Dr. Meik Woyke skizzierte Bettina Hitzer die Geschichte dieses wichtigen Elements der sozialdemokratischen
Kultur und erläuterte die Funktion von Arbeiterliedern, die politische
Identität stifteten und Zukunftsvisionen transportierten.


