Das Online-Portal der FES zum Thema Frauen - Männer - Gender / Politik und Beteiligung

Frauen - Männer - Gender: Politik und Beteiligung

Demokratie bedeutet die Mitwirkung aller, sowohl von Männern als auch von Frauen. Der Einsatz für eine demokratische Gesellschaftsordnung beinhaltet daher immer auch den Einsatz für eine gleichberechtigte politische Teilhabe beider Geschlechter und für eine gendersensible Politikgestaltung.

In Deutschland wie in anderen westlichen Demokratien sind Frauen trotzdem auch heute noch in politischen Gremien und Führungspositionen unterrepräsentiert. In einigen Ländern der Welt sind sie sogar fast vollständig vom politischen Prozess ausgeschlossen. Damit finden die teilweise unterschiedlichen Interessen der Geschlechter keine gleichgewichtete Berücksichtigung und keinen angemessenen Ausdruck in der praktischen Politikgestaltung.

 

Dies ist nicht nur aus gleichstellungsrechtlicher Sicht nicht zu rechtfertigen, ein politisches Gemeinwesen, das auf die Mitwirkung der Hälfte seiner Bevölkerung verzichtet, verspielt auch wichtige Ressourcen und Potenziale für die Entwicklung der Gesellschaft.

 

Geschlechtersensible Politikgestaltung hat auf nationaler, europäischer wie auch internationaler Ebene erheblich an Bedeutung gewonnen. Seit der Pekinger Weltfrauenkonferenz 1995 und im Zuge der gleichstellungspolitischen Vorgaben der Europäischen Union entwickelt sich Gender Mainstreaming zu einem verbreiteten Instrument politischen Handelns. Aber auch auf anderen Ebenen rücken Projekte zur politischen Befähigung und Teilhabe (empowerment) von Frauen in den Fokus.

 

Die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft hängt auch davon ab, wie erfolgreich sie die politische Gleichstellung der Geschlechter und die Chancengerechtigkeit im politischen Beteiligungsprozess verwirklicht. Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) begleitet und unterstützt diesen Prozess in Deutschland und in ihrer Auslandsarbeit in vielfältiger Weise. Mit Publikationen zu Situationsanalysen und politischen Lösungsansätzen, Fachkonferenzen und Kampagnen trägt sie zum politischen Meinungsbildungsprozess bei und bringt genderpolitische Aspekte in die öffentliche Debatte ein. Darüber hinaus steht im Rahmen zahlreicher Dialogprojekte, Kompetenztrainings und Netzwerkangebote die aktive Unterstützung von Frauen im politischen Beteiligungsprozess im Mittelpunkt der Stiftungsarbeit.

 

Kontakt: Alina Fuchs

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