Seitentitel: FES international - Globale Politik und Entwicklung.
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Hurrikan-Opfer in Haiti; Photo: © UN Photo Library

IPG-Journal

Etwa alle zwei Wochen erscheinen neue Beiträge in der Rubrik Nachhaltigkeit, Energie und Klimapolitik des IPG-Journals.

Publikationen

Publikationen der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Thema Energie- und Klimapolitik finden Sie hier:

Veranstaltungen zum Thema

Alle kommenden Veranstaltungen der FES zu den Themen Nachhaltigkeit, Klima- und Energiepolitik finden Sie hier. Informationen über vergangene Veranstaltungen finden Sie in unserem Archiv.

Multimedia

Videos vom Workshop »On the Road to Paris«:
Dokumentation
Statements der Teilnehmer_innen

Videointerview mit Cleo Paskal: Geopolitik, Geoökonomie und Geophysik verändern die Welt

Gastbeitrag in der Freitag: Kollektives Versagen auf der UN-Klimakonferenz

Projektdokumentation: Eine junge Agenda für den Klimaschutz

Weiterführende Links

FES Transformacion
Spanischsprachige Website zum Regionalprojekt »Sozial-Ökologische Transformation in Lateinamerika« und sonstigen klimapolitischen Arbeit in der Region

Kontakt

Manuela Mattheß
Tel. ++49 (0)30/269 35-7408
MailManuela.Matthess[at]fes.de

 

Hinweis:
Bitte ersetzen Sie bei allen e-mail Adressen [at] durch @ in Ihrem e-mail Programm.

Internationale Energie- und Klimapolitik

Die Bekämpfung des Klimawandels durch sofortige und drastische Emissionsreduktionen und der Umgang mit den bereits aufgetretenen und zukünftigen Auswirkungen stellt eine der dringlichsten Herausforderungen für die internationale Gemeinschaft dar. Diese kann nicht allein auf nationalstaatlicher Ebene gelöst werden, sondern nur im Zusammenspiel von Industrienationen sowie Schwellen- und Entwicklungsländern. Um das beim Weltklimagipfel in Kopenhagen vereinbarte Ziel, die globale Erwärmung auf 2 Grad Celsius zu beschränken, zu erreichen, müssen verbindliche internationale Ziele zur Emissionsreduktion, Vereinbarungen zur Steigerung der Energieeffizienz und des Anteils erneuerbarer Energien sowie Anpassungsstrategien an den Klimawandel formuliert werden. Zudem muss eine Einigung gefunden werden, wie eine faire Lastenverteilung bei der Bewältigung des wirtschafts- und energiepolitischen Strukturwandels und bei klimabedingten Anpassungsmaßnahmen zwischen Ländern des Nordens und des Südens erzielt werden kann.

Ein verbindliches internationales Abkommen kann dabei nur vereinbart werden, wenn es gelingt, einen Kompromiss zwischen Industrie-, Entwicklungs- und Schwellenländern zu finden, der einen erheblichen Beitrag zur Minderung des Klimawandels leistet und gleichzeitig Wachstum und Entwicklung fördert. Die Friedrich-Ebert-Stiftung unterstützt den Prozess der Annäherung verschiedener Positionen und Interessen, indem sie den Dialog zwischen gesellschaftspolitischen Akteuren aus Industrie-, Entwicklungs- und aufstrebenden Schwellenländern stärkt. Dies geschieht vor allem durch internationale Fachtagungen und Expertenworkshops unter Beteiligung von Experten aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft um konkrete politische Empfehlungen und Handlungsoptionen zu erarbeiten.

Das Nachhaltigkeitsportal der FES

Logo von FES SustainabilityKurz vor dem Rio+20-Gipfel im Juni 2012 ist die neue Plattform zum Thema Nachhaltigkeit der Friedrich-Ebert-Stiftung online gegangen.

Dort finden Sie Informationen, Hintergründe und Berichte zu den vielfältigen Aktivitäten, mit denen die FES weltweit für eine gerechte, solidarische und demokratische Umsetzung des Konzepts der Nachhaltigkeit eintritt.

Mit einer Interviewserie zum Thema Postwachstum stellen wir gemeinsam mit dem Projekt Stream Towards Degrowth Debatten und Akteure einer sozial-ökologischen Transformation vor. Die Interviews entstehen im Rahmen der gemeinsamen Reihe »Wege in eine ökologisch und sozial gerechte Gesellschaft« von FES, Urania e.V. und der 4. Internationalen Degrowth-Konferenz. Im ersten Interview sprechen wir mit Christine Bauhardt, Professorin für Gender und Globalization an der Humboldt-Universität zu Berlin, über Degrowth – aus der Zukunft gesehen. Im 2. Interview sprechen wir mit Barbara Muraca und Tanja von Egan-Krieger über Das Verhältnis von Emanzipation und Wachstum.

In einer gemeinsamen Artikelserie setzen sich FES Sustainability und SGI News mit der Frage auseinander, wie Nachhaltigkeit und Demokratie zusammenhängen. Im 1. Teil der Reihe diskutieren die Politikwissenschaftler Ingolfur Blühdorn und Stefan Wurster, ob Nachhaltigkeit eine Frage des Regimetyps ist und suchen nach Erfolgsfaktoren einer gelingenden Nachhaltigkeitspolitik. Im 2. Teil fragen Angelina Davydova und Jan Hofmeyr, ob sich das Leitbild Nachhaltigkeit positiv auf zivilgesellschaftliches Engagement und Demokratie in den BRICS-Ländern auswirkt. In Teil 3 untersuchen Carsten Bünger und Halina Ward den Zusammenhang von Nachhaltigkeit, Demokratie und Bildung. In Teil 4 untersuchen Ha Thi Quynh Nga und Susanne Brucksch, welche Bedeutung zivilgesellschaftliche Gruppen im Bereich der Umwelt- und Energiepolitik in Vietnam und Japan haben. In Teil 5 nehmen Paul Maquet, Mi Ah Schoyen und Marianne Takle die soziale Dimension von Nachhaltigkeit unter die Lupe. Am Beispiel von Peru und den nordischen Ländern analysieren sie Bedeutung und Wandel demokratischer Partizipation und sozialer Inklusion.

Im Rahmen des Diskussionsforums setzen sich junge, engagierte Nachwuchskräfte mit nachhaltigen Konzepten wie der Green Economy auseinander und entwickeln gemeinsam progressive Ideen für eine gerechtere, solidarische Zukunft.

Während internationaler Konferenzen wie Rio+20 oder COP 18 präsentieren wir Ihnen in unserem Live-Blog täglich Eindrücke, Informationen und wichtige Ereignisse.

Besuchen Sie FES Sustainabilty und nehmen Sie Stellung - wir freuen uns über Ihr Interesse!

Exploring Sustainable Low Carbon Development Pathways

Logo der Publikationsreihe 'Exploring Sustainable Low Carbon Development Pathways'Den Klimawandel bekämpfen und nachhaltige Entwicklung für alle garantieren – das sind zwei der größten Herausforderungen, vor denen die Welt heute steht. Das Projekt »Exploring Sustainable Low Carbon Development Pathways« will Wege aufzeigen, wie eine nachhaltige und gleichzeitig emissionsarme Entwicklung aussehen kann. Als gemeinsame Initiative der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), Brot für die Welt (BfdW), World Wide Fund for Nature (WWF), Climate Action Network International (CAN-I) und der ACT Alliance of Churches wird das Projekt von dem gemeinsamen Verständnis getragen, dass jegliches Entwicklungsmodell der Zukunft die folgenden Eigenschaften haben sollte:

Emissionsarm. Das heißt mit einem minimalen Ausstoß an Treibhausgasemissionen.
Ökologisch Nachhaltig. Das heißt, die planetarischen Grenzen vollständig respektiert.
Menschenrechtsbasiert. Das heißt, mit einem starken Fokus auf Armutsreduzierung und Partizipation.
Sozial inklusiv. Das heißt, Wohlstand und Arbeitsplätze schafft und gleichzeitig negative soziale Folgen absorbiert.
Gerecht. Das heißt, Lasten und Chancen gleichermaßen zwischen verschiedenen Akteuren aufteilt.
Länderspezifisch. Das heißt, die spezifischen Hintergründe und Herausforderungen verschiedener Länder berücksichtigt.

Das Projekt wurde im Jahr 2013 in den vier Pilotländern Kasachstan, Peru, Tansania und Vietnam gestartet. In enger Kooperation mit verschiedenen nationalen Partnern aus Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft zielen wir darauf ab:
•Eckpunkte für nachhaltige, emissionsarme Entwicklungspfade zu skizzieren, die als regionale und internationale Beispiele dienen können.
•Zeigen, dass Low Carbon Development nicht nur möglich, sondern vorteilhaft für Wirtschaft und Gesellschaft ist.
•Nationale Dialogplattformen für eine Bandbreite verschiedener Akteure bereit zu stellen.
•Zivilgesellschaftliche Netzwerke in den jeweiligen Ländern und Regionen zu unterstützen und intensivieren.

Weitere Informationen, Hintergrundberichte und Publikationen aus dem Projekt finden Sie auf FES Sustainabilty.

Weitere Themenschwerpunkte im Bereich Energie und Klima

Nachhaltiges Wirtschaften

Neben verstärkten Anpassungsstrategien und deutlichen Emissionsreduktionen ist ein grundlegender Paradigmenwechsel hin zu nachhaltigen Wirtschafts- und Gesellschaftsmodellen notwendig. Maßnahmen der Friedrich-Ebert-Stiftung in diesem Bereich gehen der Frage nach, wie die heutigen Industriegesellschaften ökologisch umgebaut und modernisiert bzw. neue Volkswirtschaften in Entwicklungsländern auf der Basis erneuerbarer Energien aufgebaut und dabei gleichzeitig Wachstum und Entwicklung gefördert werden können. Auf dem Weg von den bisherigen fossilen und materialintensiven Volkswirtschaften hin zu ‚Low-Carbon-Economies’ spielen nachhaltige Produktionssysteme, Produkte und Infrastrukturen genauso eine Rolle wie der zukünftige Energiemix. Zudem muss diskutiert werden, wie der ökologische Umbau der Volkswirtschaften als Chance im Sinne eines grünen Aufschwungs und für die Entstehung neuer Arbeitsplätze (‚green jobs’) genutzt werden kann.

Klimagerechtigkeit

Aufgrund der historischen Verantwortung der Industrieländer als Hauptverursacher des Klimawandels sind diese gefordert, ihre Emissionen und damit ihr auf alten Industrien basierendes Wachstum einzuschränken, damit Entwicklungs- und Schwellenländer wirtschaftlich wachsen können. Wie die Emissionsbegrenzungen global gerecht organisiert werden kann und welches Maß an finanzieller und technologischer Unterstützung Entwicklungs- und Schwellenländern zur Bewältigung des wirtschafts- und energiepolitischen Strukturwandels sowie klimabedingten Anpassungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt werden sollte, spielt eine wichtige Rolle in unserer Arbeit. In diesem Kontext ist auch die Frage, wie die einzelnen klimapolitischen Finanzierungsmechanismen und -instrumente aus entwicklungspolitischer Sicht zu bewerten sind, von Bedeutung. Fragen der Klimagerechtigkeit tauchen zudem nicht zuletzt im Bereich Klima und Handel auf: Fast ein Viertel aller weltweiten Emissionen entstehen bei der Produktion von Gütern, die international gehandelt werden. Über den Handel verlagern die Industrieländer in erheblichem Umfang Emissionen in Schwellen- und Entwicklungsländer, um diese wiederum für deren Reduzierung verantwortlich zu machen.

Governance-Strukturen im Bereich globaler Klima-, Umwelt- und Energieinstitutionen

Das zähe Ringen um ein neues, international verbindliches Klimaabkommen als Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls hat deutlich gemacht, dass der VN-Klimaprozess an die Grenzen seiner institutionellen Kapazitäten stößt. Ebenfalls zeigt sich, dass das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) dringend reformbedürftig ist. Auf die Frage, wie die Institutionen globaler Umweltpolitik unter dem Dach der Vereinten Nationen so weiter entwickelt werden können, dass die in Kopenhagen erneut zutage getretenen Blockaden dauerhaft aufgebrochen werden, muss dringend eine Antwort gefunden werden – sonst drohen unverbindliche und freiwillige Ansätze zu einer echten Alternative zu werden. Die Maßnahmen der FES in diesem Bereich unterstützen das Zustandekommen eines Weltklimaabkommens und die Reform des internationalen Governance-Systems im Bereich globaler Umwelt- und Klimapolitik, indem ein Dialog zwischen Entscheidungsträgern aus Industrie-, Entwicklungs- und Schwellenländern gefördert wird und konkrete Handlungsoptionen und politische Empfehlungen erarbeitet werden.

Wege in eine ökologische und gerechte Gesellschaft & Politisches Café

Die Urania in Berlin Zwei Veranstaltungsreihen in Kooperation mit der Urania Berlin

In der Vortragsreihe »Wege in eine ökologische und gerechte Gesellschaft« in Zusammenarbeit mit der Urania wollen wir Alternativen zur nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft gemeinsam mit Expert_innen sowie einer einer breiten Öffentlichkeit diskutieren. Bekannte Vertreter_innen aus Philosophie, Ökonomie, Politik, Klimaforschung, Technik und Gesellschaft beleuchteten die aus ihrer Sicht notwendigen Schritte auf dem Weg zu einer ökologischen und sozialen Gesellschaft.

Im Rahmen der Reihe »Politisches Café« diskutieren die Teilnehmerinnen wichtige gesellschaftliche Themen am Sonntagmorgen bei einer Tasse Kaffee oder Tee mit ausgewiesenen Experten. Moderator ist Christian Richter, Beginn immer 10:30 Uhr.

Eintritt: 7,- €, ermäßigt 6,- €, Urania-Mitglieder 3,50 €

Tickets können über die Website der Urania reserviert werden.

Alle kommenden Termine und bisherigen Vorträge in dieser Reihe finden Sie unter Veranstaltungen.

net-edition:Monika Schneider und Daniela TurßFES | 2012
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