| Titel der Veranstaltung | 139073 Ehrensache? Europäische Strategien zum Schutz von jungen Migrantinnen vor Gewalt im Namen der Ehre |
| Beschreibung | Zwangsverheiratung und Ehrenmorde sind Verbrechen und bleiben doch häufig verdrängte Realität in Europa. In Deutschland werden (geschätzt) rund 10.000 Zwangsehen jährlich geschlossen und Frauenhilfsorganisationen verzeichnen steigende Zahlen. Nur wenige anonyme Einrichtungen, wie z.B. "Papatya", kümmern sich um die Opfer geschlechtsspezifischer, religiös-kulturell-traditionell motivierter Gewalt. Diese Entwicklungen stehen in scharfem Kontrast zu Erfolgsmeldungen über "Integration" und "Partizipation", denn offensichtlich fühlen sich eine beträchtliche Anzahl von Migranten eher archaischen "Ehre"-Traditionen verpflichtet als den Menschenrechten. Wir fragen nach dem "Ehre"-Konzept, das solchen Menschenrechtsverletzungen zugrunde liegt, diskutieren das Ausmaß der Gewalt gegen junge Frauen in Europa und erörtern Möglichkeiten, wie Staat und Zivligesellschaft wirksam helfen können. 9.30 Uhr Begrüßung und Eröffnung: Dr. Johannes Kandel, FES 9.45 Uhr "Familienehre" - Überlegungen zu einem familiären Konzept im interkulturellen Kontext Corinna Ter-Nedden, Papatya, Berlin Nachfragen/Diskussion 10.30 Uhr Maßnahmen zum Schutz junger Frauen maghrebinischer Herkunft vor Zwangsverheiratung und Gewalt im Namen der Ehre in Frankreich am Beispiel eines Modellprojekts Südfrankreich Latifa Drif, "Planning Familiale", Montpellier Nachfragen/Diskussion 11.45 Uhr Möglichkeiten und Erfahrungen mit Online-Beratung im therapeutischen Prozess mit jungen Migrantinnen - Ein Praxisbericht Sevil Bremer, Stockholm Nachfragen/Diskussion 13.45 Uhr Gegen Zwangsheirat und Ehrenmorde Die Arbeit von "Kamer" im kurdischen Teil der Türkei Nebahat Akkoc, Diyarbakir Nachfragen und Diskussion 14.45 Uhr Verhinderung von Zwangsverheiratung und Ehrenmorden - Rückführung von verschleppten jungen Frauen - Die Arbeit von Scotland Yard Gerry Campbell, Metropolitan Police, London Nachfragen und Diskussion 15.45 Uhr Exemplarische Beispiele aus der Online-Beratung, Möglichkeiten und Grenzen Papatya Nachfragen und Diskussion Ende der Tagung. Dolmetschung: Deutsch-Englisch-Französisch-Türkisch Für die Veranstaltung werden keine Teilnehmergebühren erhoben. Die Friedrich-Ebert-Stiftung übernimmt keine Fahrt- und Übernachtungskosten. Die Veranstaltung findet statt im Konferenzsaal, Haus 1, Hiroshimastraße 17, 10785 Berlin!! |
| Ansprechpartn. | Dr. Johannes Kandel |
| Termin: | Montag, 12.04.10 |
| Uhrzeit: | 09:30 bis 18:00 Uhr |
| Ort | Berlin |
| Kontaktanschrift | Friedrich-Ebert-Stiftung Berliner Akademiegespräche/ Interkultureller Dialog Hiroshimastraße 17 10785 Berlin |
| BONGARTF@fes.de | |
| Teilnahmegebühr | k.A. |
| Anmeldeformular für die Veranstaltung 139073 |